00:00:03: ZVDH
00:00:03: aktuell, der Info-Podcast für Dachdecker.
00:00:07: Mit dem Solarboom in Deutschland ist auch die Zahl der Arbeiten auf Dächern und damit das Risiko von Absturzunfällen angestiegen.
00:00:15: Diese machen leider seit Jahren einen großen Anteil schwerer und sogar tödlicher Arbeitsunfälle in der Baubranche aus.
00:00:21: Deshalb betreiben der ZVTH und die BGBU die gemeinsame Initiative sicher auf dem Dach!
00:00:28: Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist unter anderem die neue Arbeitsschutzprämie für temporäre Schutzmaßnahmen, für Arbeiten auf Dächern.
00:00:37: Das ist Anlass und Grund für uns in diesem Podcast über die Sicherheit der auf dem Dach arbeitenden Menschen zu sprechen und welche Unterstützungsangebote die BG Bau den Betrieben dafür macht!
00:00:48: Und damit herzlich willkommen zur ZVDH aktuell.
00:00:51: ich bin Wolfgang Schmitz und freue mich dass Sie auch wieder dabei sind.
00:00:58: meine Gesprächspartner sind diesmal Felix Schneider, ZVDH-Vizepräsident und im Präsidium des Verbandes für das Thema Arbeitsschutz zuständig.
00:01:07: Guten Tag Herr Schneider!
00:01:08: Guten Tag, Herr Schmitz!
00:01:10: Und André Büschkes, Dachdecker Meister und als Arbeitgebervertreter im Vorstand der BGBAO.
00:01:15: Guten tag, Herr Büschges!
00:01:17: Hallo, Herr Schmidtz!
00:01:19: Herr Büchkes, zunächst mal zur Einordnung wie wichtig und relevant das Thema tatsächlich ist?
00:01:24: Wie sehen denn die aktuellen Zahlen zu den wirklich schweren Unfällen bei Dacharbeiten aus?
00:01:30: Schmitz, die Zahlen sehen schlecht aus.
00:01:31: Das können wir auch gar nicht schön reden als Dachdecker und ich habe mal das unterteilt in drei verschiedene Bereiche.
00:01:36: zunächst einmal die tödlichen also die schlimmsten Unfälle.
00:01:40: Wir haben letztes Jahr zwanzig fünfundzwanzig fünftzehn tödliche Dachabstürze gehabt Also Arbeitsunfälle alle am Arbeitsplatz.
00:01:48: das waren alles Absturzer nach innen also kein Absturz über das Gerüst nach außen, sondern Absturze durch Lichtkuppeln, durch Lichtplatten und durch nicht-durchstrittsichere Weltplatten beispielsweise.
00:02:00: Und sieben dieser fünfzehntürtlichen Absturzen passiert in unserem Gewerk Dacharbeiten.
00:02:06: Darum wiederum oder davon wiederum unterteilt von diesen Sieben nochmal zwei bei der Montage von Putovoltaik beladen.
00:02:15: Also wenn wir von den sieben die zwei abziehen bleiben fünf tödlich verunfallte Dachdecker aus unseren eigenen Reihen.
00:02:21: Das sind natürlich brauchen wir nicht drüber reden, fünf zu viele.
00:02:25: Der zweite Punkt ist das Unfallgeschehen allgemein im Dach-Deckehandwerk im letzten Jahr.
00:02:28: ich habe mir mal die aktuellen Zahlen der BG geben lassen.
00:02:31: also wir hatten bei den Dacharbeiten acht tausend dreihundertneunundsechzig Unfälle und vor allen Dingen wieder das schlimme.
00:02:38: ungefähr zehn Prozent sind davon siebenhundert neunneunzig exakt die schweren und schwersten Unfälle.
00:02:44: also wo es wirklich Unfälle gab, die ich sage mal mit ganz schweren Unfallfolgen.
00:02:49: Mit langen Reha-Maßnahmen, mit langen Krankheitszeiten verbunden sind und Last but not least.
00:02:56: Ich denke das ist auch für uns Dachdecker immer wieder eine Zahl, die wirklich nicht gut ist.
00:03:01: Da habe ich die Zahl allerdings von zwanzig vierundzwanzig.
00:03:04: Die fünfundzwanziger geht in die gleiche Richtung dass etwa jeder zehnte Dachdäcker jedes Jahr verunfallt und wir damit mehr als doppelt so häufig im Durchschnitt wie bei allen Begebauversicherten sind, als Dachdecker.
00:03:18: Von daher leider drei Bereiche und dreimal schlechte Zahlen.
00:03:22: Herr Schneider die Zahlen sind wirklich alarmierend zumal damit ja auch immer Menschen- und Schicksale verbunden sind.
00:03:28: Herr Bischofs hat es schon gesagt bevor wir in die Einzelheiten gehen was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Botschaft an Betriebe, Beschäftigtil und auch die Auftraggeber?
00:03:38: Wenn wir es so runterbrechen wollen, Herr Schmetz.
00:03:40: Die wichtigste Botschaft ist eine die zunächst unbequem ist.
00:03:44: Das Wort Unfall führt uns in die Ehre.
00:03:45: Es klingt nach Schicksal nach Pech Nach etwas das eben passiert was nicht verhindert werden kann.
00:03:51: Aber wenn sie sich die Absturzunfälle wirklich anschauen dann war fast jeder einzelne davon vermeidbar und dass muss klar werden den Auftrag Gebern Und auch unseren Kollegen?
00:04:08: sondern sie fällt am Schreibtisch von uns in den Gesprächen mit den Bauherren, in der Kalkulation und in der Planung.
00:04:14: Lass es uns dann mal gerne in die Details gehen.
00:04:16: welche Risiken begegnenen Dachbärker betrieben am häufigsten wenn's umarbeiten auf Dächer geht?
00:04:22: Bis der André gerade schon gesagt hat oft zurzeit aktuell das Thema Durchsturz bei Lichtbändern, bei Lichtkuppeln wo Dinge einfach seit zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren ungewartet und ungeprüft sind.
00:04:37: Ist so eine Kuppel irgendwann einfach durch?
00:04:40: Um es ganz einfach zu sagen, dann kommt der Kollege aufs Dach und will sich eine Reparatur anschauen.
00:04:45: Und im schlimmsten Fall liegt er dann unten im Gebäude drin.
00:04:48: dazu natürlich das ewige Thema Unfälle auf- und mitleitern.
00:04:54: Die Leiter ist etwas dass die BG Bau gerne von der Baustelle Verband sehen möchte.
00:04:59: wir kämpfen dafür dass nicht passiert weil sie wichtig ist für Reparatur, für Arbeiten, wo nicht für viele hunderte Euro Technik oder Gerüst gestellt werden kann.
00:05:10: Aber auch die Leiter muss mit Bedacht eingesetzt werden und in den Regeln, die wir uns selber
00:05:16: geben.".
00:05:16: Wir haben es eben schon angesprochen.
00:05:18: Auch die Auftraggeberseite ist wichtig um den entsprechenden Risiken zu begegnen und die Auftragegebers Seite anzusprechen und zu sensibilisieren.
00:05:26: Haben Sie so eben einen speziellen Flyer entwickelt?
00:05:30: Wo erleben denn die Betriebe in der Praxis die größten Unsicherheiten auf Auftraggeberseite?
00:05:35: Die Größe Unsicherheit ist immer an der Stelle, wenn die Frage im Raum steht wer es verantwortlich.
00:05:41: Da muss am Anfang in den ersten Gesprächen und frühzeitig geklärt werden Wer stellt das Gerüst?
00:05:47: Ist es beim Bauherren bringt?
00:05:48: ist der Kollege der Dachdecker mit was für ein Gerüst brauchen wir eigentlich?
00:05:52: braucht es ein normales Fassadengerüst?
00:05:54: braucht es einen gerüst mit dach fangen?
00:05:56: werden noch andere arbeiten Auf dem Gerüst im Rahmen der Baumaßnahme umgesetzt oder sind es nur die für die Dacharbeiten?
00:06:04: An der Stelle muss Anfang an ganz klar kommuniziert werden, du lieber Bauherr bist bei dem Thema genauso mit drin in den Entscheidungen und in den Ergebnissen, die dabei rumkommen wie wir auf dem Gerüst arbeiten.
00:06:18: Und da muss ganz offen und ehrlich kommuniziert wird weil am Ende versteht das auch jeder Bauherrer wenn man sagt das Gerüst anders aussehen, als du dir das vorstellst.
00:06:30: Weil das Leben meiner Mitarbeiter wichtiger ist als die Rose im
00:06:33: Vorbiet.".
00:06:35: Herr Büschkes was ist denn wichtig?
00:06:37: Was sollten Eigentümer einem Dachdeckerbetrieb unbedingt vorab mitteilen etwa zu Lichtkuppeln, Dachfenster und Solaranlagen oder nicht durchtritt sicheren Flächen damit der Dachdäcker dann auch entsprechend planen kann?
00:06:50: Sie haben die Punkte angesprochen Herr Schmitz, genau das ist das.
00:06:53: Also es muss Risiken müssen dem Dachdecker im Vorfeld klar sein gerade wenn der Dachdäcker das dach beispielsweise nicht selber hergestellt hat und kommt für eine Reparatur oder kommt für ne Wachtung nur noch hin.
00:07:03: man muss halt wissen wo der Hase herläuft oder man muss auch beispielsweise wissen wo kann ich einen Leiter anstellen?
00:07:09: Willig Schneider sagt zurecht wir Dach Decker wollen uns die Leiter nicht nehmen lassen vom Dach denke ich ein sehr wichtiger Punkt aber wollen gewissenhaft damit umgehen.
00:07:18: auf der anderen Seite tue Gutes und nutze auch die Möglichkeiten.
00:07:21: Von daher, ich denke mal, da muss man mit dem Bauherren ganz intensiv im Dialog
00:07:25: sein.".
00:07:26: Diesen Dialog soll ja gerade dieser Flyer in Gang bringen?
00:07:29: Wie sollte denn ein gutes Vorgespräch zwischen Auftraggeber- und Fachbetrieb konkret aussehen und was kann der Flyer dabei helfen?
00:07:36: Ja, ich denke das gute Vorgespräch soll so sein dass man wirklich guckt wer ist für was verantwortlich und wie sind die Dachflächen sicher erreichbar.
00:07:46: Da geht es eigentlich im Prinzip immer drum.
00:07:49: wird ein Gerüst aufgebaut wird eine Arbeitsbühne erstellt?
00:07:53: ist eine Möglichkeit, sich hier am Dach zu sichern.
00:07:55: Gibt es Anschlagpunkte?
00:07:56: Sind die Anschlagpunkt regelmäßig gewartet?
00:07:59: und das sind die wesentlichen Dinge.
00:08:01: also es geht nicht nur darum tropft die Dachrinne oder ist ein Dachziegel auszuwechseln sondern wie erreichen wir sicher diese Stelle?
00:08:09: Herr Schneider gerade kleinere Reparaturen werden da häufig als schnell erledigt betrachtet.
00:08:14: warum ist gerade diese Haltung beim Arbeiten auf dem dach so gefährlich?
00:08:19: Das wird schnell verleitet in der Regel dazu überambitioniert an die Sache heranzugehen.
00:08:25: Auch wenn es nur eine Dachrinne Reinigung beim Privatkunden ist im Hintergarten mit fünfzehn Meter Rinne, schnell ist der falsche Ansatzpunkt und das sagen wir bei allen Arbeiten.
00:08:35: ich denke da kann ich für den Andere sprechen wie für uns.
00:08:38: am Ende ist es wichtig dass die Arbeit sauber erledigt ist und schnell sollte nie die Prämisse sein mit dem wir Mitarbeiter auf die Baustellen schicken um mit dem Ziel das zu erledigen sondern das Ziel ist immer machte Arbeit dass sie fertig ist.
00:08:52: Im besten Fall dokumentiere sogar, was du gemacht hast und lass es dir bestätigen.
00:08:56: Und arbeite sauber und sicher!
00:08:58: Das ist ein Punkt den kann man nicht oft genug sagen und mancher Kollege mag das auch noch nicht ganz so verinnerlicht haben.
00:09:07: Sicher und sauber – das ist das womit wir den Arbeitsalltag im Büro und auf der Baustelle handhaben sollten.
00:09:14: Der PV-Boom bringt jetzt zusätzliche Arbeiten auf die Dächer.
00:09:19: Was bedeutet das jetzt für das Dachdeckerhandwerk und die Anforderungen an die fachgerechte Ausführung?
00:09:24: Der PV-Boom ist eine riesen Chance, um mal vom Arbeitsschutzthema einen kurzen Abschweif zu machen.
00:09:30: Es bietet für uns die Möglichkeit unser Gewerk noch weiter aufzustellen.
00:09:34: als eines der Gewerke des Klimawandels ist es unsere Aufgabe hier aktiv zu sein Und es ist unsere Aufgabe die Arbeiten, die der Kunde haben möchte so auszuführen dass sie allen Anforderung entspricht.
00:09:47: und dazu gehört es auch Gerüste zu stellen und unsere Mitarbeiter zu schützen, wenn wir ein Modul oder mehrere Module mit Unterkonstruktionen auf den Dächern verlegen.
00:09:57: Und es gehört auch dazu... Mit der Aussage mache ich mich jetzt unpopulär aber ich sage es trotzdem Wenn irgendwo jemand das nicht tut Darauf hinzuweisen Wenn wir irgendwo einen Kollegen Auf dem dach sehen Ab und an singt das dann keine Kollegen als innungsbetriebe Sondern jemand der es einfach tut Und dann ist da kein Gerüst, keinen sauberes Gerüst oder am Ende wieder nur Leitern und Leute laufen ab Dächern rum.
00:10:20: Dass wir da die Gewerbeaufsicht oder die Begeber darüber informieren, weil am Ende sind es alles unsere Beiträge in die das mit reinläuft.
00:10:30: Auch da sind Menschenleben dabei und um jeden der nicht vom Dach fällt, ist es gut.
00:10:35: Das ist unsere Aufgabe bei dem PV-Boom, da ein Augenmerk drauf zu haben.
00:10:42: Es gehört in die Fachhände Nicht an billige Zusatzgeschäfte, an ungelernte.
00:10:46: Sonst zahlt der Kunde später mit Ungerechtigkeiten und Risiken um in Leuten auf dem Dach die gegebenenfalls nicht wissen was sie
00:10:53: tun.".
00:10:54: Herr Büsches Sie sind ja Dachdeckermeisterunternehmer als Arbeitgebervertreter eben dann tatsächlich in der BGBU aktiv.
00:11:01: wie prägt denn diese doppelte Perspektive Ihren Blick auf den Arbeitsschutz?
00:11:06: Das ist eine spannende Frage, weil das prägt mich jetzt seit vielen Jahren jeden Tag und es ist die Schwierigkeit auch dieser diese unterschiedliche Wahrnehmung auf der einen Seite theoretisch zu wissen was richtig ist.
00:11:18: Auf der anderen Seite praktisch dass alles umsetzen zu müssen im eigenen Betrieb.
00:11:22: Und wenn man diese schlimmen Zahlen nicht durfte ja eben was heißt ich durfte?
00:11:24: Es war jetzt keine Gnade aber ich habe einige zahlen die sehr schlecht waren eben präsentiert.
00:11:29: Ich sehe sie ja ständig und dann hat man natürlich im eigenen betrieb oft vielleicht auch eine Sorge zu viel und ist zu vorsichtig, aber auf der anderen Seite sage ich mal lieber einmal zu viel.
00:11:42: Und einmal zu vielen nachdenken das schadet nicht.
00:11:44: Aber es ist halt schon immer der Unterschied im eigenen Betrieb sieht man was geht, was manchmal auch nicht geht.
00:11:51: Bei allem Versuch die Mitarbeiter bei all dem mitzunehmen ist doch die Schwierigkeit das theoretisch Richtige praktisch tatsächlich umzusetzen.
00:12:01: Die sind ja auch besonders im Präventionsausschuss aktiv, welche Themen stehen denn da mit Blick auf Absturz und Durchschutzunfälle im Moment besonders im Fokus?
00:12:11: Wir sind ja genau im Thema und Felix Schneider, das eben zutreffend gesagt.
00:12:14: Das Thema Absturz und Durchsturz sind natürlich zentralen Themen.
00:12:17: von daher haben wir uns überlegt wie können wir die Betriebe unterstützen?
00:12:21: Alle Betrieben der Bauwirtschaft und der sogenannten Gebäudennahndienstleistung wie das gebäudereiniger Handwerk was bei uns sehr stark in den BG-Bau auch vertreten ist mit ganz anderen Gefährdungen.
00:12:32: aber Wie können wir alle Betrieber unterstützen damit weniger passiert?
00:12:36: Und da haben wir wenn ich das sagen kann für den Zentralverband Verband einen sehr starken Partner.
00:12:43: Wir haben den runden Tisch wieder aktiviert und haben dann über den Runden Tisch gemeinsam mit dem Präventionsausschuss einige neue Arbeitsschutzprämien wie gerade das Thema Drohne oder auch das Thema temporäre Abdeckungen, dass halt wirklich auch bei Reparaturarbeiten nichts passieren kann neu etabliert, dass wir da wirklich sagen wir wollen nicht nur fordern sondern die Betriebe auch fördern.
00:13:04: Da können wir gerne gleich mal drauf eingehen.
00:13:07: Welche Betriebe sollten sich dieses Angebot besonders genau ansehen?
00:13:10: Die Förderung kann ja von fünfzig Prozent der Anschaffungskosten bis maximal dreitausend Euro oder breitagsunabhängig bis zu zehntausend Euro betragen.
00:13:19: Ja, klare Antwort alle!
00:13:21: Die Drohnen haben Sie eben schon angesprochen.
00:13:24: die werden ebenfalls gefördert.
00:13:25: was können die Drohne zum Arbeitsschutz beitragen?
00:13:28: Also ich habe eine kleine Wunschvorstellung.
00:13:30: Ich hoffe, dass das in der Praxis dann auch bei vielen Betrieben so läuft wenn der Dachdeckermeister die Dachdecameisterin zum Kunden fährt sich eine Baustelle ansehen beispielsweise für ein Aufmaß Dann soll nicht nur der Zollstock auf dem Beifahrersitz liegen sondern auch die Drohne und wenn er beim Kunden ankommt soll er für sich entscheiden muss ich wirklich klettern?
00:13:49: Muss ich wirklich einen Leiter hoch?
00:13:51: Muss mich wirklich an einem Dachfenster aussteigen?
00:13:53: muss ich denn wirklich mich in Absturzgefahr begeben Oder lasse ich die Drohne aufsteigen?
00:13:58: und das reicht für eine Beratung vollkommen aus.
00:14:00: Deshalb hat die Drohe, ich habe mich da durchsetzen können darf ich sagen im Vorstand der WG Bauern auch im Präventionsausschuss Anfangsrunde gesagt es ist ne Technik die so weit verbreitet an Baustellen.
00:14:11: die brauchen wir nicht fördern.
00:14:12: Ich finde es gibt noch ganz viele Dachdecker die nicht genug Drohnen einsetzen.
00:14:16: deshalb bin ich froh für jeden Betrieb Auch ab einem Mitarbeiter, zweitausend Euro Förderung zu fünfzig Prozent.
00:14:23: Ich denke das attraktiv nicht nur für die Drohne auch für den Führerschein und auch für die Schulungen.
00:14:28: komplettes rund umsorglos Paket überlegen gerade.
00:14:31: Da habe ich sagen Felix wir haben letzte Woche im Ausschuss darüber gesprochen in Arbeitsschutz ausschliesslich auch mit dem Zentralverband im Ausschluss versuchen dort ein Paket zu schnüren was wieder in den Betrieben so als ja rund um sorglos paket anbieten.
00:14:48: Was auch dann einfach ist, dass man wirklich, da hat auch alle Pflichten erfüllt die mit der Drohne zur Verfügung stehen und kassiert auch noch zu Recht die zweitausend Euro der BG-Bau.
00:14:58: Jetzt nochmal ein Blick in die Praxis.
00:15:00: was hält denn Betriebe manchmal davon ab in zusätzliche Schutzsysteme zu investieren?
00:15:06: Was ist eigentlich das Problem und wie können Arbeitsschutzprämien hier helfen?
00:15:12: Also auch da... Das Brett vor dem eigenen Kopf ist ja immer das nächste.
00:15:16: Deshalb, ich habe viele Jahre vieles nicht gewusst.
00:15:19: im Arbeitsschutz weiß ich heute noch nicht aber worauf ich hinaus möchte.
00:15:23: Ich war beispielsweise einmal bei einer Arbeitsschutztmesse in Düsseldorf und hab gesehen was es für Produkte gibt.
00:15:29: Der Scham, weil ja nicht jeder Dachdeckermeister zu einer Arbeitsschutzmesse zwingend fahren muss.
00:15:34: Da reicht unsere Dach und Holz mit vielen, vielen Angeboten sicherlich vollkommen aus aber wir sind da jeden Tag unterwegs als Ehrenamtlein der BGBU zu suchen.
00:15:45: was gibt es für coole Ideen?
00:15:47: Und mit cool meine ich die Sicherheit einfach verbessern an den Baustellen und das ist dann immer interessant denke ich für die Betriebe.
00:15:54: doch reinzugucken.
00:15:56: Was gibt's da an aktuellen Fördermöglichkeiten?
00:15:59: Und es geht einfach darum, die Idee erstmal zu haben.
00:16:03: und vielleicht noch ein zweiter Teil der Antwort.
00:16:06: Nehmen wir das Thema auch eine Fördermöglichkeit Exoskelette also wie kann ich schwere Lasten gerade im Rücken- und Glendenwirbelsäulenbereich vermeiden?
00:16:16: Da ist das Wichtige bei diesen Dingen immer die Mitarbeiter mitzunehmen.
00:16:19: Also zu gucken was gibt's an Förderungen Bei den Exoskeletten machen wir es genauso.
00:16:24: Zuerst ein Tragetest, die Mitarbeiter wirklich einzubinden und sozusagen probieren verschiedene Systeme.
00:16:30: was gefällt euch?
00:16:31: Womit kommen dir an den Baustellen?
00:16:32: gut klar damit die Dinge dann auch genutzt werden.
00:16:35: Und dann hat man glaube ich echt zwei Fliegen mit einer Klappe.
00:16:37: Man hat eine tolle Prämie Der Beitrag zur BGBU ist eine ganz andere Größenordnung im Verhältnis zu den Arbeitsschutzprämien.
00:16:45: Man hat die Möglichkeit die Dinge fördern zu lassen und die Mitarbeiter sind dankbar und nutzen das.
00:16:50: Sie machen sich ja auch für Durchtritt sichere Materialien und Konstruktionen stark, und fordern eine entsprechende Kennzeichnungspflicht.
00:16:57: Was fordern sie da ganz konkret?
00:16:58: Und von wem?
00:17:00: Die Schwierigkeit ist, dass sie treten auf eine Glasscheibe oder ein Plastikmaterial, ob das ne Lichtkuppel in den Lichtwand oder auch einfach ein Vordach ist – und wissen halt letztendlich nicht trägt dieses Material sie.
00:17:14: Aus meiner Sicht ein ganz großes Unding, deshalb es müsste zumindest klar sein und das kann die Politik ja nur regeln.
00:17:22: Wie entsprechend das gekennzeichnet ist, kann ich dann nur drauf treten oder kann nicht drauftreten?
00:17:28: Der weitere Schritt ist aber ehrlich gesagt dass wir auch in den Landesbauordnungen Änderung bekommen.
00:17:34: jetzt werden vielen Bundesländern weltgreilandes Bauordnung überarbeitet.
00:17:38: Wichtig wäre und nehmen wir gerade dieses Thema DIN-Fürchzig, sechsundzwanzig.
00:17:43: Das ist im Prinzip auch da bin ich wieder bei Felix Schneider.
00:17:46: Sie merken, wie spielen uns da BGBU und ZVDA immer die Welle zu?
00:17:50: Das ist sehr gut so dass wir das einfach auch den Bauherrn stärker in die Pflicht nehmen, dass er sagt du bist dafür verantwortlich, dass an deinem Gebäude keiner verunfallt.
00:18:01: also müssen grad im Bereich Neubau und Anbau auch die Bauordnungen stärker greifen, dass einfach Arbeits- und Gesundheitsschutz kontrolliert wird.
00:18:11: Dass also wirklich eine Baufertigabnahme erteilt wird wenn die Arbeitssturzplanung auch berücksichtigt wurde.
00:18:18: Das steht alles in dem Papier und drin Herr Schmitz.
00:18:20: Auch alles in vielen, vielen Bauunterlagen drin wird aber in der Praxis nicht kontrolliert.
00:18:27: Deshalb wäre die beaufsichtliche Einführung der dienen forty sechsten zwanzig guter Schritt.
00:18:32: da bleiben wir dran.
00:18:33: Aber das sind leider sehr dicke Bretter wie ich feststellen ist
00:18:37: Herr Schneider, gehen wir noch mal von der Politik wieder zurück in die Praxis.
00:18:40: Wenn Sie jungen Beschäftigten oder Auszubildenden erklären warum Abschlusssicherung kein lästiges muss ist welche Botschaft geben sie denn dann mit auf den Berufsweg?
00:18:50: Ehrlich gesagt ich würde nicht mit den Vorschriften anfangen.
00:18:54: Ich würde den jungen Leuten sagen Der Gurt und der Anschlagpunkt sind nicht gegen dich, sondern für Dich.
00:19:02: Viele Jungs und Mädchen denken, Sicherheit kostet Zeit.
00:19:05: Wir haben es gerade schon ein paar Mal besprochen und sind was für ängstliche.
00:19:08: Aber die Statistiken erzählen das Gegenteil.
00:19:11: Das sind meistens nicht die Anfänger, die abstürzen Es sind Erfahrene Die, die zum hundertsten mal die Arbeit ausführen Ohne dass etwas passiert ist und hundertmal Glück gehabt haben.
00:19:21: Die Routine is't die Falle.
00:19:23: Wer sich sichert ist also nicht der Vorsichtige er ist der Kluge Und das müssen wir nach vorne stellen.
00:19:28: Dann sage ich Ihnen etwas Ihnen Herr Schmitz und auch den jungen Leuten, dass die meisten nicht auf dem Schirm haben.
00:19:34: Es geht nicht nur um Leben und Tod!
00:19:36: Die Hälfte der tödlichen Abstürze passiert aus ein, zwei bis drei Meter.
00:19:41: Aus der Höhe stirbt vermutlich nicht jeder.
00:19:44: Aber am Ende kannst du auch querschnittsgelebend sein mit neunzehn im ersten Lehrjahr und das für den Rest deines Lebens Und kein Termin der Welt und keinen Auftrag des Chefes ist einen schnell noch fertig machen Wert.
00:19:56: Ich will, dass diese jungen Leute mit sechzig noch auf's Dach können wenn sie wollen.
00:20:01: Ich will, dass am Wochenende mit den eigenen Kindern Fußball gespielt werden kann und nicht im Rollstuhl aus vom Rande zugeschaut werden muss.
00:20:09: Ich möchte das jeder meiner Mitarbeiter und jeder der bei uns im Gewerk arbeitet abends heilen nach Hause zu denen Menschen kommt die auf ihn warten.
00:20:17: Darum geht es um nichts anderes!
00:20:19: Und an dieser Stelle einen Satz an meine Kollegen und anderen Firmenchefs Die Jungen machen das nach was Sie sehen Nicht das was auf dem Schild steht.
00:20:28: Wenn der Altgeselle sich einhängt, hängt sich der Azubi ein.
00:20:31: Wenn der Chef selbst aufs Dach geht und sich sichert, dann ist das die stärkste Unterweisung, die es gibt.
00:20:36: Sicherheit ist kein Zeichen von Angst – das ist handwerksstolz!
00:20:40: Im guten Dachdecker erkennt man daran, dass er weiß wie er heil wieder runter kommt.
00:20:44: Die dreißig Sekunden, die das Einhängen kostet sind die beste Investitionen des ganzen Arbeitslebens.
00:20:51: Der Anschlagpunkt ist am Ende der Kollege, der dich hält wenn sonst keiner mehr reagieren kann.
00:20:56: was wir den jungen Leuten zum Beginn ihres Berufslebens im tollsten Handwerk, das wir haben mitgeben müssen.
00:21:04: Sie geben Ihnen noch etwas anderes mit?
00:21:06: Nämlich das sogenannte Starterpaket, was Sie jetzt geschnürt haben.
00:21:09: Was steckt denn drin in diesem Starter Paket?
00:21:11: Das Starter-Paket ist eine tolle Idee die die BD Bau hatte um auch an der Stelle dem jungen Leute Arbeitsschutz und die BG näher zu bringen.
00:21:20: Die meisten haben am Rande in ihrer bisherigen Schulzeit von Berufsgenossenschaften mal was gehört viele vermutlich gar nicht.
00:21:28: Und da ist es wichtig, dass die Institutionen mit denen sie ein Leben lang zu tun haben werden sich auch vorstellen und sagen wofür Sie da sind.
00:21:35: In den Terminen wo sich die Berufsgenossenschaft in den überbetrieblichen Bildungsstätten oder in den Berufsschulen vorstellt ist die Idee das jeder auszubildende Einstarterpaket bekommt.
00:21:47: Das ist und muss ich sagen wirklich stylish im GTA-Style.
00:21:52: Ich finde sie wahnsinnig cool.
00:21:54: optisch gesehen bekommt jeder Auszubildende und da sind dann Dinge drin wie ein Zollstock, einen Schutz für die Augen, Schutz für Gehör und ein Schlauchschal.
00:22:04: Sie sind alle für unterschiedliche Gewerke ein bisschen unterschiedlich ausgestattet und jedes einzelne kann auch noch eine kleine Unterschiede inhaltlich haben aber sie sollen jedem Auszubilbenden einen Grundstock an Dingen geben für den Berufsstart und mit einigen Hinweisblättern was zu beachten ist auf der Baustelle.
00:22:25: Herr Bischke ist vielleicht nicht ganz so stylisch, aber trotzdem nützlich ist der Unterweisungskalender, den es jetzt speziell für das Dachdeckerhandwerk von der BG Bau gibt.
00:22:36: Wie sieht dieser Kalender aus und wie kann er helfen?
00:22:38: Auch wenn ich widersprechen muss, der ist sehr stylig, finde ich zumindest.
00:22:42: Aber ich möchte ja noch Felix ganz kurz ergänzen, wenn nicht da Felix?
00:22:45: Weil ich war total überrascht wie schnell dann manchmal das geht.
00:22:48: zum Thema Stachterpaket Da kann ich allen zuhören auch nur sagen bitte fordern sie die an zwar nicht als einzelner Betrieb sondern über ihre Innung Beziehungsweise über ihren Landesverband Die Schule oder die überbetriebliche Schule.
00:23:01: Also wir haben jetzt letzte Woche ging ein Rundschreiben des Zentralverbandes raus Wir haben gestern habe ich die Zahl bekommen Tausend Starterpakete ausgeliefert, also sie sind schon auf dem Weg zu den Schulen und zu den Innungen.
00:23:12: Von daher bitte sprechen Sie da die Big E-Bau an über Ihre Innung oder über den Landesverband.
00:23:19: Aber zur Frage Unterweisungskalender.
00:23:21: ja was ist das speziell?
00:23:23: Wir sind mal wieder als Dachdecker die ersten Erschmitz.
00:23:26: Es gab noch in der Big E-Bau bisher kein Gewerk, was ein Unterweisungskalender hat auch eine Idee aus dem runden Tisch mit dem Zentralverband.
00:23:33: wir haben den für zwei tausend sechsundzwanzig erst einmal jetzt erstellt.
00:23:37: jeden jeden Monat haben wie ein unterschiedliches Thema.
00:23:41: er soll in der Werkstatt aufgehängt werden oder im Betrieb oder im Sozialraum und soll wie so schön heißt einfach ganz niederschwellig das Thema Arbeitsschutz in die Betriebe bringen.
00:23:52: Ich gucke gerade einmal über den Bildschirm, da sehe ich das Motiv für den Juli ist Nutzergeräte ohne Gefahr.
00:23:59: Da geht es einfach darum, dass wenn man dann mal in einer Viertelstunde mit den Mitarbeitern gemeinsam beispielsweise Zeit hat und man redet mal bei dem Thema wie setze ich denn die Geräte sicher ein?
00:24:09: Wie machen wir das mit Staubabsaugung?
00:24:11: Wie geht das mit den Flexen auf den Dach bei Tonziegeln und und und, was man gemeinsam einfach überlegt Wo ist die Gefahr?
00:24:18: Wo ist das Risiko und wo ist die Lösung, wie machen wir es praxisbezogen an der Baustelle.
00:24:24: Natürlich ist da auch ein Unterweisungsprotokoll dabei was man ausfüllen kann.
00:24:28: aber ähnlich wie wir's eben schon gesprochen haben Es geht halt wirklich nicht darum hier eine Unterweisung zwingend immer zu haben sondern mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und den Sicherheitsstandard an der Baustelle zu verbessern.
00:24:40: Gute Nachricht ist, auch der Unterweisungskalender kam in der Branche sehr gut an und wir sind sehr bemüht dem siebenundzwanziger Kalender auch bald druckfertig zu bekommen dass er auch wieder zeitlich vor Weihnachten ausgeliefert wird und dann zum ersten Ersten zwanzig siebenzwanzig hoffentlich in jedem deutschen Dachdeckerbetrieb hängt.
00:25:00: Wenn ein Betrieb bisher noch wenig mit den neuen Materialien oder Prämien gearbeitet hat, was wäre der erste konkrete Schritt und wo findet er die Angebote, die der ZVDH zum Thema anbietet?
00:25:13: Und da ist die Antwort ganz klar Herr Schmitz in unserem ZVDA-Internet.
00:25:17: Das ist ja vor einiger Zeit neu aufgebaut worden und bietet wunderbare und viele Informationen auch zum Thema Arbeitssicherheit.
00:25:25: Da sind viele Informationen hinterlegt – Wer noch nicht registriert es im ZVDH Intranet, sollte das nach dem Ende dieses Podcasts tun.
00:25:36: Und wer schon länger nicht auf der Seite des ZVDA Intranets war, sollte sich eine halbe oder Stunde Zeit nehmen und da sich einmal durcharbeiten und sich den Bereich Arbeitssicherheit mal zur Gemüte
00:25:47: führen.".
00:25:47: Herr Bischges auch die Frage an Sie, wo finden denn Betriebe-und Auftraggeber bei der BG Bau die wichtigsten Informationen?
00:25:54: Ja genau und bevor das lieber Felix jetzt so einvernehmlich wird, muss ich erstmal den Herrn Vizepräsidenten deutlich widersprechen.
00:25:59: Bevor er sich beim ZVDH registriert sollte er sich erst mal bei der BGBAU registrieren.
00:26:05: Ganz im Ernst beide sind eigentlich wichtig Felix.
00:26:07: Hier gibt's die zentrale Seite meine bgbau.de.
00:26:11: Wir haben auch einen Shownotes da noch verlinken Herr Schmitz Und das Tolle ist einfach dabei.
00:26:16: dann ist man einmal in seinem Innersten der BG Bau also quasi in seinem Unternehmerportal sieht doch Beispielsweise wie viel Arbeitsschutzprämien habe ich für dieses Jahr noch zur Verfügung.
00:26:27: Da hab' ich meine einzelnen Mitarbeiter drin, was die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung angeht und und und also registrieren www.meinebgbau.de Und auf dem Weg dahin gerne sicherlich immer über die Website der BG Bau.
00:26:41: Die Schwierigkeit sage ich direkt dazu ist einfach die Füllerninformationen erschlägt einen.
00:26:47: Auch da gibt es eine KI-Suche, die es vielleicht ein bisschen einfacher macht.
00:26:50: Aber das ist halt sehr viel.
00:26:51: Deshalb am besten registrieren meine bgbau.de.
00:26:54: und ansonsten auf Ihre konkrete Frage eine Seite zu den Arbeitsschutzprämien gibt's natürlich auch bgbau.de.
00:27:02: Vielen Dank André Büschkes und Felix Schneider.
00:27:04: danke Ihnen für das Gespräch heute.
00:27:06: Gerne!
00:27:10: Das war ZVDH aktuell Ausgabe vierter August.
00:27:15: Wir freuen uns über Ihr Feedback, zum Beispiel mit einer Mail die Sie ganz einfach an podcast.it-dachdecker.de schreiben können oder einem Kommentar auf den Podcast Plattformen.
00:27:25: Vielen Dank!
00:27:26: Redaktion.
00:27:27: Claudia Wittner.
00:27:28: Ich bin Wolfgang Schmitz.
00:27:29: Ihnen
00:27:29: eine gute Zeit.