00:00:03: ZVDH aktuell, der Info-Podcast für Dachdecker.
00:00:06: In dieser Ausgabe geht es um die Bundesförderung.
00:00:28: Ich bin Wolfgang Schmitz und freue mich, dass Sie auch wieder dabei sind.
00:00:39: Die Bundesregierung plant die Förderung für energetisch besonders schlechte Gebäude zu stärken!
00:00:45: Die haben auch einen neuen deutschen Spezialbegriff bekommen – Worst Performing Buildings, kurz WPB.
00:00:52: Die Förderungen dieser Worst performing buildings ist ein Schritt in die richtige Richtung.
00:00:56: so sieht es der ZVDH.
00:00:58: Das reicht jedoch nicht aus, um die besondere Bedeutung einer leistungsfähigen Gebäude-Hülle für die Wärmewende zu berücksichtigen – so der ZVDH weiter.
00:01:08: Während der Heizungstausch weiterhin deutlich höhere Fördersätze erreichen könne, blieben Maßnahmen an Dach und Fassade in der Förderlogik strukturell benachteiligt.
00:01:17: Der ZVDI fordert deswegen dem Maßnahmen an dach und fassade In der Bundesförderung für effiziente Gebäudekurz BEG in der Förderhöhe dem Einbau von Wärmepumpen gleichzustellen.
00:01:30: Dazu ZVDH Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx.
00:01:56: kann eine Wärmepumpe effizienter arbeiten, sie kann oft kleiner dimensioniert werden und benötigt weniger Strom.
00:02:03: Und das bedeutet niedrigere Energiekosten für die Eigentümer und gleichzeitig eine Entlastung der
00:02:09: Stromnetze.".
00:02:10: Um den Effekt konkret zu beschreiben – dem Maßnahmen verbessern die Effizienz von Wärmepumpen weil niedrigere Vorlauftemperaturen möglich sind.
00:02:19: Das kann auch dazu führen, eine Wermepumppe in einem Haus überhaupt erst möglich zu machen!
00:02:24: Studien zeigen, dass Wärmeschutz und Wärmepumpe gemeinsam deutlich wirksamer sind als jede Maßnahme für sich allein.
00:02:32: Daher dürfe die aktuelle Diskussion über die Reihenfolge energetischer Sanierungen nicht auf die verkürzte Formel Erstheizung dann Dämmung reduziert werden so der ZVDH in einer Stellungnahme Diese Formel sei fachlich unzureichend und berücksichtige vor allem nicht die Tatsache, dass rund ein Viertel des Gebäudebestandes zu den energetisch schlechtesten Gebäuden Deutschlands zählt – den WPBs.
00:02:57: Welches Potenzial konkret in dem vom ZVDH geforderten Vorgehen steckt zeigt einen vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz und dem Institut für Energie- und Umweltforschung untersuchtes Szenario.
00:03:09: Danach kann eine Verringerung des Heizwärmebedarfs um achtzehn Prozent die Heizkosten um bis zu sieben und dreißig Prozent reduzieren, eben durch die Kombination aus geringerem Wärmelbedarf und einem effizienteren Wärmepumpenbetrieb.
00:03:23: Noch einmal Ulrich Marx
00:03:25: Wir brauchen deshalb eine Förderpolitik, die nicht Heizung gegen Dämmung ausspielt sondern beide Maßnahmen gleichwertig unterstützt.
00:03:34: Mit Professor Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung werden wir übrigens in einer der nächsten Ausgaben noch einmal ausführlich über das Gebäude-Modernisierungsgesetz und seine Bedeutung für das Dachdeckerhandwerk sprechen.
00:03:51: Wir bleiben beim Thema Bundesförderung für effiziente Gebäuden, denn zum Stichtag July hat es bereits eine Neuordnung der Förderungen nach dem BEG gegeben.
00:04:01: Dazu hat der ZVDH kurz zuvor einen Rundschreiben verfasst, dass sie im internen Bereich auf dachdeckadee nochmal nachlesen können.
00:04:10: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWE, fokussiert künftig die BEG-Förderung auf die eben genannten WPBs.
00:04:19: Und es führt aus dass der WPK Bonus aus der systemischen Sanierungsförderung nun auch für weitere Effizienzmaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden eingeführt wird.
00:04:31: Dazu sind beim ZVDH Anfragen von verunsicherten Betrieben angekommen, die sich auf die vom BMWE veröffentlichten FAQs berufen.
00:04:40: Nach diesem FAQ greift der WPB-Bonus – ich zitiere – bei Wohn und Nichtwohngebäuden für Einzelmaßnahmen an der Gebäude
00:04:48: Hülle.".
00:04:50: Daraus wird jetzt teilweise geschlossen, dass der Bonus nur und ausschließlich für den Maßnahmen an der Fassade gilt.
00:04:57: Dadurch sei unklar ob auch Dämmungen von Dachflächen davon erfasst sind.
00:05:02: Vor diesem Hintergrund möchte der ZVDH an dieser Stelle noch mal darstellen und betonen, dass in der Begriffslogik der BEG-Förderung zur Gebäudehülle sowohl Fassaden als auch Dachflächen gehören.
00:05:14: Die maßgebliche BAFA-Websleite zu Einzelmaßnahmen an der Gebäudegülle nennt als Fördergegenstand ausdrücklich die Zitat.
00:05:24: Dazu zählen Außenwände, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen.
00:05:30: Der WPB-Bonus soll nach Angaben der BAFAR auf deren Webseite voraussichtlich ABQ I, für energetische Sanierungsmaßnahmen nach BEG EM Nr.
00:05:41: Fünf Eins Buchstabe A gelten – also für dem Maßnahmen an der Gebäudehöhle.
00:05:46: Damit fallen Dach Flächen ebenso darunter wie AußenWendefassaden, Geschostdecken.
00:05:53: An den Strukturen der BEG-Förderung soll sich laut BMWE nichts ändern.
00:05:57: Dabei ist aber zu beachten, dass die Förderkriterien, die ab dem Jahr für die Begegnung von Begegingen sind, noch nicht in allen Einzelheiten feststehen.
00:06:06: Am Diskussionsprozess um die BEGförderung beteiligt sich der ZVDH ja bereits aktiv.
00:06:15: Jetzt geht es um ihre Sicherheit!
00:06:17: Die BGB hat nämlich ein neues Video vorgestellt, darin werden die neuen lebenswichtigen Regeln für sichere Dacharbeiten praxisnah erläutert und zusammengefasst.
00:06:27: Danny Hillard Aufsichtsperson bei der BGB präsentiert die Regeln quasi im Minuten-Takt und damit auch in insgesamt neun kurzweiligen Minuten.
00:06:36: Es geht unter anderem, um Absturzsicherungen, sichere Verkehrswege und Gerüste den sachgerechten Einsatz von Maschinen und Leitern geeignete persönliche Schutzausrüstung sowie den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen.
00:06:49: Das Video richtet sich an alle die Dacharbeiten planen oder ausführen und unterstützt dabei Arbeitsunfälle zu vermeiden und die Sicherheitsstandards Aufbaustellen einzuhalten.
00:07:00: Ich persönlich finde, dass es gerade für Azubis geeignet ist ihnen die wichtigen Themen für ihre eigene Sicherheit in kurzer Form mit auf den Weg zu geben.
00:07:09: Gerne mal reinschauen!
00:07:10: Den Link finden Sie wie alle weiteren ergänzenden Infos zu diesem Podcast in den Show Notes.
00:07:19: Damit es in Sachen Sicherheit auch mit dem Hauseigentümer klappt, hat der ZVTH in Kooperation mit der BGBau einen Kundenflyer für Dachdeckerbetriebe herausgebracht.
00:07:29: Wir haben in der Podcast-Ausgabe von Anfang August zum Thema Absturzunfälle ja schon kurz darüber berichtet.
00:07:35: Eigentüme die arbeiten am Dach beauftragen sind ja verpflichtet einen sicheren Zugang zum Dach zu ermöglichen.
00:07:42: Sie müssen über besondere Gefahren etwa durch Lichtkuppeln, Dachfenster oder Solaranlagen informieren und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen wie Gerüste- oder Durchsturzsicherungen beauftragen.
00:07:53: Das ist nicht jedem Eigentümer klar und bewusst!
00:07:56: Gerade kleinere oder vermeintlich schnelle Arbeiten werden da häufig unterschätzt – doch egal ob kleine Reparatur oder umfangreiche Sanierung Die Sicherheit für die Menschen auf dem Dach hat immer Vorrang, deshalb müssen die notwendigen Schutzmaßnahmen von Anfang an mitgedacht werden.
00:08:13: Damit das auch auf Auftrag Geberseite rechtzeitig erkannt wird gibt es jetzt diesen sechsseitigen Flyer den sie frühzeitig im Kundengespräch einsetzen können.
00:08:22: Sie können ihn über den Link in den Show Notes downloaden dann selbst ausdrucken oder zum Beispiel an eine Angebots-Mail dranhängen und Sie können über den gleichen Link auch eine gedruckte Variante bestellen.
00:08:34: Der Download ist für jeden und die gedruckte Version für Mitglieder der BGBU kostenlos.
00:08:42: Zum Abschluss noch eine erfreuliche Nachricht für alle Handwerker, Die Ausbildung isst bei jungen Menschen so beliebt wie lange nicht – das hat zu eben die Studie Ausbildungsperspektiven in den Jahr- und-Zwischen der Bertelsmann Stiftung gezeigt.
00:08:56: Fast neunzig Prozent der Befragten bewerten die Ausbildung als gute Grundlage für ihre berufliche Zukunft.
00:09:02: nahezu ebenso viele würden sich erneut für ihren Ausbildungsberuf entscheiden.
00:09:07: Für siebzig Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist eine Ausbildung zudem ein attraktiver Berufsweg.
00:09:15: Jan Foges, Vizepräsident des ZVDH und beim Verband unter anderem für den Bereich Berufsbildung zuständig?
00:09:23: Ja die Ergebnisse zeigen dass Ausbildung für viele junge Menschen wieder eine echte Perspektive darstellt.
00:09:28: gerade das Handwerk bietet abwechslungsreiche Tätigkeiten, moderne Technologien und ja vor allem hervorragende Karrierechancen.
00:09:36: Vom Gesellen über den Meister bis hin zur Selbstständigkeit.
00:09:40: Das Dachdecker Handwerk verbindet dabei traditionelles Handwerk mit Zukunftsthemen wie zum Beispiel Klimaschutz Energieeffizienz und Digitalisierung.
00:09:51: das macht unseren Beruf natürlich für viele junge Menschen besonders attraktiv.
00:09:55: Trotz dieses positiven Trends bleiben bundesweit viele Ausbildungsplätze unbesetzt.
00:10:00: So sind im vergangenen Jahr rund fifty-fünfzigtausend Ausbildungstellen offen geblieben.
00:10:05: Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das nicht an der Attraktivität der Ausbildung liegt – die Herausforderung liegt viel mehr darin, junge Menschen und passende Ausbilderbetriebe erfolgreich zusammenzubringen.
00:10:19: dass vor allem junge Menschen mit niedriger Schulbildung ihre Chancen trotz Fachkräftemangels eher als pessimistisch einschätzen.
00:10:26: Achtunddreißig Prozent von ihnen glauben nicht daran oder sind sich zumindest sicher, dass sie einen Ausbildungsplatz finden werden.
00:10:34: Dabei sind die Erfolgen eines fehlenden Abschlusses erheblich.
00:10:37: Zwei-tausendfünfundzwanzig lag die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss bei einundzwanzzig Prozent.
00:10:44: Bei Menschen mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung lag die arbeitslosen Quote lediglich bei vier Prozent.
00:10:51: Eine andere Zahl, die das Statistische Bundesamt kürzlich veröffentlicht hat, lässt aufhorchen – dabei geht es um junge Menschen zwischen zwanzig und vierundzwanzig Jahren, die aktuell weder in Ausbildung sind noch eine andere Beschäftigung haben.
00:11:05: Ihr Anteil lag im vergangenen Jahr bei zehn Prozent.
00:11:08: Tendenz im Vergleich zu Vorjahren leicht gestiegen.
00:11:12: Die Gründe für diesen Status sind sehr unterschiedlich.
00:11:15: Das lässt sich aus dem Bildungsbericht für das Jahr zwei Tausend vierundzwanzig ableiten.
00:11:19: Einige von ihnen befinden sich lediglich in einer Übergangszeit und beginnen dennächst eine Ausbildung oder ein Studium, oder starten in einen neuen Job.
00:11:28: Andere haben Betreuungspflichten oder sind aus gesundheitlichen Gründen nicht erwerbstätig.
00:11:34: Dennoch verbleibt ein großer Teil junger Menschen, für die eine Erwerbsttätigkeit sinnvoll wäre – und die zum großen Teil auch danach suchen!
00:11:42: Denn immerhin, von dieser Gruppe ist immerhin zu dem Arbeitssuchen gemeldet.
00:11:47: Noch einmal Jan Voges.
00:11:49: Ja auch hier kann das Handwerk helfen und denn wir können niederschwillige Angebote zum Einstieg bieten.
00:11:55: Zudem gibt es Förderprogramme wie ASA Flex mit diesem kostenlosen Angebot der Agentur für Arbeit, gibt es Stützunterricht für sozialpädagogische Begleitung.
00:12:06: Auch wenn dies im Einzelfall natürlich viel mehr Arbeit bedeutet können wir es uns einfach nicht mehr leisten, dass ein hoher Anteil junger Menschen ohne Schulabfluss oder Ausbildung bleibt.
00:12:18: Das hat neben Folgen für die Volkswirtschaft auch Auswirkungen auf den Zusammenhalt in einer Gesellschaft.
00:12:27: Bekannte Folgen sind zum Beispiel gesellschaftliche Isolationen, Suchtgefahr
00:12:31: und
00:12:31: einen Anstieg von Depression.
00:12:34: Zum Förderprogramm ASA Flex, das Jan Vogels angesprochen hat haben wir ihnen in den Show Notes einen Link gepackt.
00:12:40: Der führt zu einem positiven Erfahrungsbericht des Eliphon noch rein der das Förder-Programm bereits an mehreren Standorten im Verbandsgebiet erfolgreich umsetzt.
00:12:52: Das war ZVDH aktuell Ausgabe September neunter.
00:12:57: Wir freuen uns immer über Ihr Feedback, zum Beispiel mit einer Mail die Sie ganz einfach an Podcastatdachdecker.de.
00:13:03: schreiben können oder einem Kommentar auf den Podcast-Plattformen.
00:13:07: Vielen Dank!
00:13:08: Die Themen hat Claudia Wittner zusammengestellt – ich bin Wolfgang Schmitz.
00:13:12: Ihnen eine gute Zeit.