ZVDH aktuell - Der Info-Podcast für das Dachdeckerhandwerk

Transkript

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00:00:02: In dieser Ausgabe dürfen wir mal aus wissenschaftlicher Sicht einen Blick auf das Dach, das Dachteckerhandwerk und die gesetzgeberischen Aktivitäten, die derzeit rund um die Gebäudemodernisierung stattfinden.

00:00:19: Gast in diesem Podcast ist nämlich Prof.

00:00:21: Dr.

00:00:21: Martin Pehnt.

00:00:23: Er leitet als

00:00:24: Geschäftsführer und

00:00:25: wissenschaftlich Vorstand das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg.

00:00:30: Er beschäftigt sich vor allem mit erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, dezentralen Energiesystemen und der Frage wie Gebäude klimafreundlicher werden können.

00:00:41: Und damit herzlich willkommen zu ZVTH Aktuell!

00:00:43: Ich bin Wolfgang Schmitz und freue mich dass Sie auch wieder dabei sind.

00:00:50: Martin Pehnt analysiert für Institutionen, Verbände und Unternehmen energiepolitische Instrumente.

00:00:57: Er entwickelt Strategien zur Förderung klimaschonender Energiesysteme.

00:01:01: Ich freue mich dass er heute unser Gast ist.

00:01:04: Guten Tag Herr Professor Pehnd.

00:01:05: ich grüße Sie.

00:01:06: Hallo!

00:01:07: Herr Pehend springt wir gleich mal mitten rein.

00:01:09: Die europäische Gebäude Richtlinie ist kürzlich durch das Gebäudemodernisierungsgesetz in deutsches Recht umgesetzt worden.

00:01:17: Dadurch rückt die energetische Qualität der Gebäude Hülle stärker in den Fokus.

00:01:22: Welche Rolle spielt dabei aus ihrer Sicht ganz konkret das Dach?

00:01:26: Naja, das Dach ist ja zunächst mal eine ganz wichtige energetische Komponente.

00:01:30: Natürlich einerseits ein Ort durch den Heizenergie entweichen kann.

00:01:35: Weshalb es wichtig ist, das dach auch energetisch gut zu gestalten.

00:01:40: aber es kann natürlich auch einen Ort der Energieerzeugung sein also an dem man Solaranlagen anbringen kann zukünftig vielleicht auch Außengeräte von Wärmepumpen oder andere.

00:01:52: Das heißt, das Dach ist schon so ein sehr wichtiger energetischer Ort.

00:01:56: Das Gebäudemobilisierungsgesetz macht jetzt nicht alles neu.

00:02:00: Also man muss sagen vieles davon ist bekannt also gerade aus dem Gebäudeenergiegesetz es ja sozusagen eine Weiterentwicklung dieses Gebäudenergiegesetzes.

00:02:11: Für den Neubaustandard wird sich gar nicht so viel ändern beispielsweise.

00:02:15: Aber das Gebäudemodernisierungsgesetz führt auch einige ganz neue Elemente ein, die dann für das Dach sehr wichtig werden

00:02:23: kann.

00:02:23: Kann man das in einem Verhältnis in Prozentzahlen ausdrücken?

00:02:27: Wie wichtig ist das DACH im Vergleich zum restlichen Gebäude für die energetische Qualität eines Hauses?

00:02:33: Es ist ein bisschen schwierig, weil das Verhältnis Dach zu Fassadenflächen und Keller uns weiterhängt natürlich sehr stark davon ab welche was für ein Gebäude ich habe.

00:02:44: Ich hatte jetzt gerade zu tun mit der energetischen Modernisierung eines Bungalows da es ist klar dass das dach quasi der Hauptverlustposten ist.

00:02:51: die meiste Wärme entweicht durch das Dach weil wir Außenwandflächen so wenig ausmachen.

00:02:56: Da sind es dann dreißigvierzig Prozent der Wärmeverluste, die da rausgehen.

00:03:01: Während das in einem Mehrfamilienhaus natürlich deutlich weniger ist, weil da das Dach im Anteil eine kleinere Bedeutung hat.

00:03:10: Insgesamt ist das Dach schon eine ganz wichtige Komponente und eine, die man auch immer wieder anfassen muss indem man sein Dachziegel austauscht den Dachstuhl ausbaut oder andere Maßnahmen dort macht.

00:03:21: Und das sind dann die Gelegenheitsfenster wo man auch energetisch aktiv werden sollte.

00:03:27: Für viele Dachdeckerbetriebe sind energetische Sanierung, Dämmung, Abdichtung und Photovoltaik ja längst alltag.

00:03:35: Welche neuen Chancen und durchaus auch neue Anforderungen ergeben sich jetzt für die betriebliche Praxis?

00:03:42: Also das Gebäudemodernisierungsgesetz aus meiner Sicht enthält eigentlich vor allen Dingen drei neue Elemente die ganz wichtig sind, auch für das Dachdecker-Handwerk und die Dachdekkerunternehmen.

00:03:53: Das sind zum einen die sogenannten MAPS, das sind die Minimum Energy Performance Standards.

00:03:59: Das wird auf Deutsch heißen Sanierungsanforderungen an Nichtwohngebäude.

00:04:04: Das betrifft jetzt nicht die Wohngebäute sondern nur Nichtwohngebäude also z.B.

00:04:08: Hotels oder Luhlen oder Bürogebäuden oder Hallen oder andere Und das ist was ganz Neues.

00:04:17: Das Gebäudemodernisierungsgesetz, tatsächlich – es wird europäisch verlangt – eine Sanierungspflicht ein.

00:04:22: Das heißt die schlechtesten Nichtwohngebäude müssen bis zu im Jahr- und Jahrzehntag bis zum Jahr- oder Jahrzehn- Jahrzehr-Sanierungspunkt modernisiert werden.

00:04:29: Dazu braucht man dann Bedarfsausweis oder eine andere energetische Bewertung.

00:04:35: Die Gebäude, die zu diesen schlechtesten Gebäuden gehören, müssen Maßnahmen ergreifen, um aus diesen Sanierungsschriften herauszukommen.

00:04:44: Und das ist natürlich auch eine Chance für das Dachhandwerk, denn mit Dachsanierung kann man sich aus diesen Flichten herausarbeiten.

00:04:53: beispielsweise eine alte Schule hat und die oberste Geschossdecke oder den Dachstuhl dämmt, das Dach energetisch ertüchtigt.

00:05:01: Dann kann es gelingen dass man danach diese Sanierungspflichten erfüllt hat.

00:05:07: genauso auch Photovoltaik also die Installation einer Solaranlage zählt auf dieser Erfüllung dieser Pflichten.

00:05:14: Und das kann also wirklich auch ein neues Verkaufsargument sein für Dachmodernisierung, dass man sagen kann wenn ihr euer Dach modernisiert habt der eure Sanierungspflichten erfüllt.

00:05:25: Das ist ein ganz wichtiges Element.

00:05:27: vielleicht kurz noch es gibt auch Solarpflicht in dem neuen Gesetz.

00:05:33: viele Bundesländer haben schon solche Solarpflichten die werden aber jetzt im Prinzip deutschlandweit ausgerollt.

00:05:40: und gerade für öffentliche Gebäude bedeutet, dass die in den nächsten Jahren – das ist dann zeitlich gestaffelt – auch eine Solaranlage installiert haben müssen.

00:05:49: Das gilt für öffentlichen Gebäuden auch im Gebäudepestand also nicht nur für neue Gebäudes.

00:05:55: Und es ist ein bisschen kompliziert diese Regelung.

00:05:57: Das sollte man sich aber unbedingt anschauen denn diese Solarpflichten können ja auch ein weiteres Argument sein um etwas am Dach zu tun.

00:06:06: Und vielleicht noch eine letzte Regelung, die ich mir vielleicht nochmal kurz nennen möchte ist das auch ab zwanzig, achtundzwanzig beziehungsweise zwanzich dreißig in Zukunft für Neubauten Ökobilanzen erstellt werden müssen.

00:06:19: Das heißt plötzlich kommt auch die Bauphase eines Gebäudes mit in die Betrachtung rein Und das bedeutet umgekehrt, dass man sich auch im Dachausbau bei Dachdeckerbetrieben und Dachunternehmen Gedanken darüber machen muss mit welchen Materialien macht man das eigentlich?

00:06:34: Was bedeutet das hinterher für die Ökobilanz?

00:06:37: Wechseln wir mal ein bisschen die rechtliche Materie.

00:06:39: Der ZVDH hat jüngst eine Gleichbehandlung bei der Förderung von Dämmmaßnahmen und Wärmepumpe gefordert.

00:06:47: Haben Sie das ebenfalls für den richtigen Ansatz?

00:06:50: Ja, das hatte ich... Für einen richtigen Ansatz, da geht es ja jetzt um die Förderung nicht mehr um das Gebäudemonnaiesierungsgesetz sondern um die sogenannte Bundesförderung effiziente Gebäude auch BEG oder BEG genannt.

00:07:02: Und da muss man sagen, da hat die Heizung in den vergangenen Jahren das Reihe der ganze Diskussion und das Heizungsgesetz sehr viel Aufmerksamkeit bekommen.

00:07:09: dass wir aber durch Dämmung von Dach-und Fassade Gas und Öl einsparen können, damit fossile Energieressourcen.

00:07:17: Das ist in diesen Jahren manchmal so ein bisschen zu kurz gekommen.

00:07:19: gerade auch jetzt in Zeiten sehr hoher und steigender Energiepreise ist das glaube ich etwas ganz Wichtiges Und auch die erneuerbaren Energienfall nicht vom Himmel.

00:07:28: Das heißt selbst wenn wir eine Wärmepumpe oder eine Fernwärmeanschluss haben dann ist ein effizientes Dach trotzdem etwas Gutes.

00:07:35: an kalten Wintertagen kann man damit Stromlast deutlich mindern.

00:07:40: Also deswegen plädiere ich eigentlich auch dafür, dass man die Förderung von Heizung und Gebäudehülle stärker ausbalanciert miteinander.

00:07:49: Wir haben letztes Jahr vorgeschlagen, dass beispielsweise die Grundförderung der BEG gleichzieht also sowohl die Hülle wie auch die Heizungen mit dreißig Prozent fördert gerade vor diesem Hintergrund auch der Bedeutung der Einsparung den wir einfach nicht vergessen dürfen.

00:08:04: Ein Ziel für das gesetzgeberische Handeln ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig.

00:08:11: Wo sehen Sie die größten Hebel im Bestand, um dieses Ziel tatsächlich zu erreichen?

00:08:16: Das ist richtig!

00:08:16: Wir haben sogar in Deutschland das Ziel zwanzigfünftvierzig.

00:08:19: Dieses Ziel zweizigfünfzig ist ja das europäische Ziel.

00:08:23: Das heißt wir haben eigentlich nur noch zwanzich Jahre Zeit und ich hatte es eben schon so bisschen angedeutet.

00:08:29: also auf der einen Seite ist es natürlich sehr schnell und sehr wichtig dass man jetzt erneuerbare Energien einsetzt.

00:08:36: Das ist die Solarenergie auf dem Dach, aber natürlich auch die klimafreundliche Heizung.

00:08:41: Ich würde sagen wenn man jetzt eine neue Heizungsanbau dann sollte man einfach keine Heizungen mehr verwenden, die absehbare Zeit noch fossile Energien verwenden muss und das ist in den meisten Fällen sinnvoll der Einbau einer Wärmepumpe oder der Anschluss auch an ein Wärmenetz.

00:08:58: Das geht sehr schnell!

00:08:59: Aber ich hatte ja eben auch angedeutet, dass wir trotzdem erneuerbare Energien selbst wenn wir sie dann haben nicht im Überfluss da haben.

00:09:07: Um jeden Windpark, um jeden Solarpark wird gekämpft und deswegen ist es eben auch wichtig das wir an die Energieeinsparung dran gehen.

00:09:16: Bin ich da so ein bisschen vorsichtig zu sagen, nur die Heizung ist der größte Hebel.

00:09:19: Ganz im Gegenteil wir brauchen beides und immer dann wenn sich eine Gelegenheit tut, wenn ich ohnehin etwas am Dach machen muss oder an der Fassade, da gilt das genauso, wenn nicht ohnehin Fenster ertüchtigen muss

00:09:32: usw.,

00:09:33: dann sollte ich diese Gebäudehüllenmaßnahmen auch mitdenken.

00:09:36: also das ist das sogenannte Koppelungsprinzip.

00:09:39: Also dann wenn ich eh etwas machen muss, dann sollt ich es richtig tun und das gilt genau für das Dach.

00:09:46: Viele Gebäudeigentümer sind inzwischen verunsichert, was Pflicht ist, was sinnvoll ist und was sich wirtschaftlich lohnt.

00:09:54: Wie können Dachdeckerbetriebe künftig noch stärker als Berater- und Lotzen im Sanierungsprozess auftreten?

00:10:01: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, glaube ich.

00:10:03: Gerade vor dem Hintergrund der Verunsicherung die wir spüren.

00:10:06: viele Anfragen erreichen uns was sollen wir denn jetzt tun?

00:10:09: womit fangen wir an?

00:10:11: können wir auch in kleineren Paketen unser Gebäude verbessern?

00:10:15: Wohnungsunternehmen müssen sich Gedanken machen wie sie die begrenzten Finanzressourcen einsetzen und da ist es ganz wichtig dass man sich einen Sanierungsfahrplan erstellt oder eine Strategie für den Gebäudepestand auskennen mit Energiemassnahmen und dazu zählt natürlich das Dachdecker, Handwerk die dachdecke Betriebe dazu ganz wichtige Rolle spielen.

00:10:38: Ich sehe das so ein bisschen wie wir brauchen eigentlich.

00:10:41: Die EU nennt das One-Stop Shops, also Anlaufstellen bei denen man einfach Hilfe bekommt.

00:10:47: Das kann natürlich auch von den Kommunen kommen und von den Energieagenturen aber ganz oft ist das Handwerk die erste Anlaufstelle ob dass der Dachdecker oder der Heizungsbauer ist je nachdem was zuerst ansteht und deswegen rate ich da auch sehr Dienstleistung auszubauen und gerade dieses an die Hand nehmen zu perfektionieren.

00:11:08: Was müssen Dachdecker dafür können?

00:11:10: Was müssen sie möglicherweise an Know-how aufrüsten, um eine solche Aufgabe erfüllen zu können.

00:11:16: Man muss in dem Fall wirklich Gebäudeenergieberater oder Gebäudenergieberatorin werden.

00:11:23: Dafür gibt es Fortbildungen, Weiterbildung und Prüfung Um das dann zu können, man kann da mit den entsprechenden Softwareprogrammen einen Sanierungsfahrplan oder ein anderes Beratungsprodukt erstellen.

00:11:35: Das heißt ganz wichtig ist dann dass man auch ein bisschen über das eigene Gewerk hinaus denkt.

00:11:39: Dass man auch an Verständnis davon hat was man an der Passade, an den Fenstern und an der Heizung wenn man in nicht vom Gebäudebereich ist dann auch Richtung Beleuchtung und Lüftung denkt.

00:11:49: also das muss man können.

00:11:51: Das kann man aber lernen und viele haben ja auch im Handwerk diese Zusatzausbildung gemacht, das ist glaube ich ein guter Weg um einen ganzheitlichen Blick auf das Gebäude zu bekommen und über die eigene Komponente hinauszudenken.

00:12:07: Wenn Sie mal auf die nächsten Jahre blicken was sollten Dachdeckebetriebe jetzt besonders im Auge behalten?

00:12:13: Um bei Gebäudemodernisierung Energieeffizienz und Solarenergie zum Einen selbst gut aufgestellt zu sein und zum anderen diese Themen auch aktiv nach vorne zu treiben?

00:12:25: Ich glaube zum einen ist es einfach wichtig, dass wir nicht nachlassen in der Sanierungsrate.

00:12:29: Wir erleben da schon das die Prognosenverdopplung der Sanierungaktivitäten in Deutschland bisher noch nicht eingetreten sind.

00:12:39: Das hat natürlich auch mit der Förderung zu tun über die wir eben schon gesprochen haben.

00:12:43: Deswegen geht es aus meiner Sicht vor allem auch darum zu aktivieren und zu sagen, Leute das Dach ist eine ganz wichtige energetische Komponente.

00:12:53: Es kann Energieerzeuger sein man kann es so ausgestalten dass viel weniger Verluste durch dieses Dach hindurchgehen Gerade auch mit Blick auf mehr Familienhäuser, beispielsweise das Thema der gemeinschaftlichen Versorgung.

00:13:04: Also Angebote im vermieteten Bestand zu machen, der da häufig zu kurz kommt.

00:13:10: Alle reden über das Einfamilienhaus aber gerade im vermieteten Bestand ist es oftmals schwieriger Solaranlagen, aber auch natürlich gemeinsame Gebäudemodernisierung auf den Weg zu bringen.

00:13:21: Deswegen brauchen wir diese Multiplikatoren die von den Vorteilen solcher Maßnahmen auch überzeugen.

00:13:28: Also aus meiner Sicht geht es vor allem darum, wir haben die Technologien und die Materialien.

00:13:32: Wir müssen jetzt noch stärker da reingehen Kosten zu sparen indem wir Prozesse standardisieren.

00:13:39: das ist glaube ich ganz wichtig damit wir hinterher vor allen Dingen die Sanierungsrate hochbringen und die Geschwindigkeit mit der wird dort vorankommen.

00:13:46: Was sind aus ihrer Sicht die wichtigsten Punkte?

00:13:48: Die Dachdecker den Kunden mit auf den Weg geben sollten Dach, ich sage mal Salopp, anfassen wollen.

00:13:57: Also zum einen ist es wichtig wirklich von der Effizienz her das Dach so zu gestalten dass sich da nicht nochmal dran muss.

00:14:04: Da gibt es ja die sogenannten Bauteilanforderungen aus dem Gebäudemodellisierungsgesetz und auch die Förderanforderung der Förderprogramme.

00:14:12: also das sollte ich einfach richtig machen mit einem guten U-Welt mit einer guten Dämmung insgesamt ausstatten Das ist der eine Punkt und das Ganze vielleicht auch mit zukunftsfähigen Materialien, die ich hinterher gut trennen kann wenn ich das Dach mal wieder ertüchtigen muss oder abbauen muss.

00:14:31: Daneben wäre mir aber auch wichtig so ein bisschen voraus zu denken dass eine ist das Thema Solarenergie.

00:14:37: also In der Tat, das ist das Stichwort Solarpflicht.

00:14:41: Immer mitdenken eine Solaranlage auf dem Dach mit zu installieren.

00:14:45: Das ist die Chance wenn ich das Dach neu anfasse und es ist durch diese Solarpflichten auch für bestimmte Gebäude jetzt zur Pflicht geworden und uns Ländern erst recht.

00:14:55: Und dort wo es vielleicht noch nicht geht im Gebäudepestand zumindest so vorzurüsten dass sich das hinterher gut machen kann also zum Beispiel Leerrohrer zu verlegen um das zu tun.

00:15:05: Und vielleicht noch ein dritter Punkt, der jetzt ganz neu auch kommt und da muss man sich glaube ich noch ein bisschen dran gewöhnen.

00:15:12: Was wir jetzt auch zunehmend sehen gerade dort wo man in der Vergangenheit beispielsweise im Dachstuhl die Heizung hatte das Thema Wärme pumpen im Dachgeschoss, sei es das im Dachtstuhl aufzustellen.

00:15:25: Sei es auch das Auf-das-Dach zu setzen also das Außengerät zu integrieren in die Dachhaut.

00:15:31: Das ist etwas Neues.

00:15:32: da muss man natürlich auch statisch gucken dass das funktioniert und dass das akustisch die Nachbarn nicht verärgert.

00:15:38: Das heißt das ist glaube ich auch ein neuer Trend an denen das Dachhandwerk erstmal herangehen muss um wo's auch Lösungen entwickeln muss.

00:15:46: Die KfW hat in einer aktuellen Untersuchung festgestellt, dass der Anteil der Haushalte die mindestens eine sogenannte Energiewendetechnik einsetzen innerhalb nur eines Jahres um µm auf µmillionen Haushalt gestiegen ist.

00:16:03: Kurz zur Erläuterung zu Energiewende-Technik zählen unter anderem Wärmepumpen, PV Anlagen auf dem Dach und Elektroautos.

00:16:12: Wird der Trend, den die KfW auch mit vielen weiteren interessanten Ergebnissen aufzeigt?

00:16:17: Ihren Meinung nach fortbestehen?

00:16:19: geht das so in dieser Dynamik weiter?

00:16:21: Das hoffe ich.

00:16:22: Also ich denke manchmal dass der Markt und die Gebäude Eigentümerinnen und Eigentümmer vielleicht weiter sind als die Politik.

00:16:30: manchmal Wirklich.

00:16:32: Elektromobilität, auch Wärmepumpen, TV-Anlagen als Beispiele.

00:16:38: Da geht es schneller voran, als man sich das vorgestellt hat.

00:16:40: Es gibt mittlerweile Produkte... die man sich vor drei Jahren noch nicht hat träumen lassen, beispielsweise Etagenheizung mit Wärmepumpen.

00:16:49: Auch die ganzen Elektrofahrzeuge, die das wieder Energie zur Verfügung stellen und zurück ins Netz einspeisen.

00:16:56: Das Auto als Speicher, das Haus als Speichern, als smartes System.

00:17:01: also da sind wir in den letzten Jahren wirklich einen ganzen Schritt vorangekommen.

00:17:05: ich kann mir nicht vorstellen dass dieser Trend abgewirkt wird.

00:17:08: Das ist dann übrigens auch eine industriepolitische Frage ganz viele deutsche Technologien, die da zum Einsatz kommen und durch eine solche Nachfrage.

00:17:18: vorangebracht werden.

00:17:19: Deswegen halte ich es für ganz falsch, wie letzte Woche im Bundestag von einer Vertreterin einer Partei zu hören die Energiewende ist ein Müllstein der Deutschland in den Abgrund zieht.

00:17:30: Ich glaube das Gegenteil ist der Fall.

00:17:32: Es kann wirklich eine Chance sein auch für deutsche Produkte, für deutsche Dienstleistungen und ich höre vor Ort aus dem Handwerk auch dass sie ganz oft dabei sind Lösungen anzubieten auch zum Mitmachen zu animieren Und ich glaube, das müssen wir weiter fortsetzen.

00:17:48: Wenn da die Übergeisterung zu spüren ist, dann wird sich dieser Trend auch

00:17:52: fortsetzen.".

00:17:54: Vielen Dank Prof.

00:17:55: Martin Pehnt!

00:17:55: Danke schön!

00:17:56: Sehr gerne!

00:18:00: Das war ZVDH-Aktuell aus Gabezw.

00:18:03: September XXII.

00:18:05: Wir freuen uns immer über Ihr Feedback – zum Beispiel mit einer Mail, die Sie ganz einfach an podcastatdachdecker.de schreiben können oder einer schönen Bewertung auf dem Podcast-Plattformen.

00:18:17: Redaktion.

00:18:18: Claudia Büttner,

00:18:19: ich

00:18:19: bin Wolfgang Schmitz.

00:18:20: Ihnen eine gute Zeit!