ZVDH aktuell - Der Info-Podcast für das Dachdeckerhandwerk

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00:00:01: ZVDH aktuell der Info-Podcast für Dachdecker.

00:00:06: Worauf muss ich achten, wenn KI im Dachdäckerbetrieb eingeführt werden soll oder möglicherweise schon genutzt wird?

00:00:13: Und zwar um rechtlich und organisatorisch auf der sicheren Seite zu sein!

00:00:17: Das machen wir hier sehr praxisnah

00:00:19: und kompakt

00:00:20: – und wenn Sie es noch genauer wissen wollen Dann sagen wir Ihnen im Anschluss auch noch, welche Infoangebote der ZVDH für Sie an den Start gebracht hat um sie und Ihre Mitarbeiter entsprechend aufzuschlauen.

00:00:33: Und damit herzlich willkommen zu ZVDA aktuell!

00:00:36: Ich bin Wolfgang Schmitz und freue mich dass Sie auch wieder dabei sind.

00:00:42: In der vorangegangenen Folge haben wir bereits darüber gesprochen was angesichts der neuen KI-Transparenzregeln beim Einsatz von künstlicher Intelligenz gilt.

00:00:52: Diesmal gehen wir also etwas allgemeiner an die Sache ran und dazu begrüße ich wieder David Pfau, er ist Geschäftsführer der Conreri Digital Development GmbH.

00:01:02: Conriri berät Institutionen Unternehmen und Verbände zu Datenschutztämen und auch bei der Einführung und Nutzung von KI.

00:01:09: Guten Tag Herr Pfau!

00:01:11: Hi guten Tag.

00:01:12: schön nochmal hier zu sein

00:01:14: Herr Pfau, ab wann muss ich mir eigentlich über den Einsatz von KI – also den rechtskonformen Einsatz als verantwortlicher in einem Unternehmen Gedanken machen?

00:01:24: Bedeutet Einsatz vonKI auch schon wenn ich Chatchi PT nochmal kurz eine Frage stelle oder bei einer Suchmaschine die Möglichkeit einer KI-Zusammenfassung nutze.

00:01:33: Ja, das ist eine sehr gute Frage die auch vielschichtiger Natur ist.

00:01:37: Vielleicht zum Einstieg natürlich nutzen Sie schon KI.

00:01:40: wenn sie in Google was suchen und die AI Overviews also diese Kurzzusammenfassung erscheinen dann ist da schon ein Einsatz von KI.

00:01:47: der ist natürlich sehr niedrig schwellig und wenn ich ihn zum recherchieren nutze zuerst mal auch rechtlich nicht problematisch zu sehen, da die Grenzen aber sehr fließend sind und es auch sehr schwierig ist anhand jedes einzelne Newscases eine rechtliche Bewertung durchzuführen.

00:02:05: Mit Blick auf die Awareness bei den Mitarbeitern empfehlen wir grundsätzlich eine KI-Richtlinie als Unternehmen aufzusetzen und dann eben an meine konkreten Unternehmensprozesse und auch dem Stand wie weit ich schon KI einsetze, wie ich damit umgehen möchte anzupassen.

00:02:21: Aber zuerst meist die Empfehlung grundsätzlich eine KI Linie, also grobe Leitplanken aufzustellen.

00:02:27: Dass die Mitarbeiter doch wissen wo sie sich bewegen können und auch im Gestaltungsspielraum

00:02:32: entsteht.".

00:02:33: Ich will nochmal nachfragen heißt das im Endeffekt tatsächlich dass eigentlich jedes Unternehmen jeder Dachdeckerbetrieb gut beraten ist wenn er sich über den Einsatz von KI Gedanken macht und dann auch möglicherweise so etwas wie ein eigenes für ihn passendes KI-Regelwerk zu legt?

00:02:50: Eindeutig ja und nicht nur aus rechtlicher Sicht, sondern aus meiner Sicht mindestens genauso wichtig auch aus den unternehmerischen Gründen KI so einzusetzen dass sie dem Menschen unterstützt das die Betriebe auch effizienter werden können unter anderem.

00:03:05: Was sind denn die größten Risiken wenn ein Betrieb den KI Einsatz im Unternehmen einfach laufen lässt?

00:03:11: KI-Regelwerk habe ich jetzt keine Zeit ist mir auf zu viel Arbeit kann ich das nicht einfach lassen.

00:03:16: Die größten Risiken sehen wir in dieser sogenannten Schatten-KI, also das Beschäftigte und Mitarbeiterinnen KI einfach einsetzen ohne dass es der Arbeitgeber weiß.

00:03:26: Es ist so die größte Gefahr denn dann kann ich armlich nicht an geltendes Recht halten weil ich weiß es als Unternehmen ja gar nicht dass KI eingesetzt wird.

00:03:34: auch wenn's beispielsweise Datenpannen oder ITs Cyber Sicherheitsvorfälle gibt bin ich ja gar nicht in der Lage, die zu managen.

00:03:42: Weil ich gar nicht weiß nutzen wir dieses Tool was machen wir damit?

00:03:46: Von dem her glaube ich ist das größte Risiko die Augen zu verschließen und zu hoffen keiner setzt KI im Unternehmen ein und die Lebensrealität ist eine völlig andere.

00:03:55: Hellen wir diesen Begriff nochmal ein bisschen auf.

00:03:57: SchattenKI ab wann spricht man denn von SchattenKi?

00:04:00: Ab wann ist denn Schatten KI im Einsatz im Unternehmen?

00:04:05: Nach unserer Definition dann, wenn nicht freigegebene KI-Tools eingesetzt werden.

00:04:10: Also beispielsweise, wenn ein Mitarbeiter weil es im Unternehmen noch keine eigene KI gibt mit einem eigenen Account zu Hause oder in Betrieb einfach mal loslegt ist das schon SchattenKI?

00:04:21: Genau das ist.

00:04:22: SchattenKI führt jetzt mal beispielsweise zu zwei Problemen.

00:04:25: Dem ersten Problem, dass möglicherweise Kundendaten die Unternehmensumgebung, Firmenumgebungen verlassen, wo es auch keine ausreichenden Verträge mit den KI-Anbietern gibt und zum Beispiel diese Daten dann auch für Training verwendet werden können.

00:04:38: Das ist so ein Problem oder auch Pflichten aus dem Datenschutzumfeld wenn im Kunden eine Löschung beantragt seiner personenbezogenen Daten zwar vielleicht in den Unternehmsystem dem nachgekommen werden kann aber da die Daten drei privaten Chatbots drin stecken, eben auch diese Pflicht dann nicht korrekt umgesetzt werden kann.

00:04:58: Die einfasste Lösung für eine Unternehmer wäre doch jetzt als ersten Schritt einfach im ganzen Betrieb allen Mitarbeitern die Nutzung von KI komplett zu verbieten oder?

00:05:07: Das wär regulatorisch der einfache Schritt.

00:05:09: ich tue mich immer mit der Tonalität dieser Empfehlungen schwer denn aus meiner Sicht ist das Ziel ja KI sinnvoll zielführend und im Rahmen des rechtlichen, möglichen Einzusetzen.

00:05:22: Von dem her kann natürlich durch außen erster Schritt sein die Belegschaft darauf hinzuweisen dass man aktuell an der KI-Richtlinie arbeitet.

00:05:28: das ist auch sehr zeitnah falls es noch nicht gibt ein KI System anbieten will also auch das ganze fördern will dass die Mitarbeiter KI einsetzen aber dass man eben den Thema nicht freigegebenen KI System außer die zu Beginn erwähnten die ich nur ausschließlich zur Recherche ohne Eingabe von Kunden, Geschäftsgeheimnissen und anderen weidigen sensiblen Datennutze eingesetzt werden dürfen.

00:05:52: Das wäre ja schon eine erste Form einer mündlichen KI-Richtlinie.

00:05:56: die ist dann zwar noch nicht sehr detailliert und verschriftlicht aber immerhin etwas.

00:06:01: Absolut ich begebe mich auf den Weg!

00:06:03: Ich werde handlungsfähig und das ist sicherlich der erster Schritt mir auch als Unternehmer zu überlegen, wie soll KI in meinem Betrieb eingesetzt werden?

00:06:11: Wie möchte ich die Leitplanken setzen, dass sie ausreichend sind aber auch nicht so überbordend.

00:06:15: Dass sie niemand mehr versteht.

00:06:17: das ist auch ein Problem der Praxis wo häufig bei gut gemeinten KI-Richtinnen auftreten wenn die dann irgendwie die zwanzig dreißig Seiten überschreiten sind es in der Theorie wunderbare Regelwerke an die sich niemand hält.

00:06:29: also da muss man durchaus auf die Balance

00:06:31: achten.

00:06:32: Jetzt habe ich mich als Unternehmer also dazu entschlossen, das Dunkelfeld der Schatten-KI zu erleuchten.

00:06:38: Wie gehe ich da am besten vor?

00:06:40: Wie finde ich raus?

00:06:41: Welche KI Anwendungen in meinem Betrieb bereits eingesetzt

00:06:44: werden?".

00:06:45: Also nachdem es sozusagen die erste Botschaft raus ist, wir möchten das jetzt bei uns regeln.

00:06:49: Wir arbeiten gerade an der KI-Richtlinie und gibt sicherlich zwei Dinge, die zu tun sind.

00:06:54: Einerseits die Beschäftigten mit einem absoluten Grundlagentraining mal zur Schule zu erklären wie funktioniert KI.

00:07:00: Achtung hier gibt's gewisse Dinge zu beachten.

00:07:02: Die KI kann auch Fehler machen.

00:07:04: Es gibt Gesetze, die wir gemeinsam auch berücksichtigen müssen wie in anderen Themengebieten auch.

00:07:09: Das ist so der Schritt eins.

00:07:11: Und der Schritt zwei ist aus meiner Sicht einfach mal eine Umfrage zu machen.

00:07:15: Die kann man ja auch offen halten, um die Beschäftigten nicht in Verlegenheit zu bringen im Sinne von welche KI setzen sie denn schon ein?

00:07:23: Welche KI würden Sie denn gerne einsetzen, wenn sie erlaubt wäre?

00:07:27: Und was ich auch durchaus immer spannend finde neben der einfachen Frage welches KI-System von welchem Anbieter?

00:07:33: das ist ja auch am Ende des Tages.

00:07:35: Immer viel Geschmackssache, Usability und nur bei den wenigsten wirklich so dass es dann die Qualität der Modelle in den letzten Prozentgraden entscheidet, wenn ich jetzt an Anwendungsfälle wie E-Mails, umformulieren, Angebote schreiben.

00:07:50: Kundenrecherchen durchführen beispielsweise denke also von dem her fände ich auch immer spannend neben dem mit was wird schon gearbeitet gibt es auch schon wirklich konkrete Use Cases wo sich die Belegschaft vorstellen kann dass die KI zu einem Mehrwert für einen selber aber auch fürs Unternehmen führt.

00:08:07: Was muss einen Dachdeckerbetrieb denn konkret prüfen, bevor er eine KI-Anwendung für die Nutzung im Unternehmen freigibt?

00:08:14: Und welchen Freigabelprozess muss sich dafür

00:08:17: aufsetzen?".

00:08:18: Also wir haben grundsätzlich die Logik wie folgt.

00:08:21: Wir haben das in so ein fünffasiges Modul gekliedert bei unseren Mandanten.

00:08:25: Wir sagen immer es müssen KI-Inventar geben also nichts anderes als eine Übersicht welche KI Systeme sind im Unternehmen frei gegeben und für welchem Use Case oder für welchen Zweck dürfen sie eingesetzt werden.

00:08:35: Das ist sozusagen auf Dauer der zentrale Drehen- und Hangelpunkt, womit dabei das Sicherheit bekommen und sehen mit welchen Tools kann und darf ich für welche Zwecke arbeiten?

00:08:45: Der zweite Schritt ist aus unserer Sicht eine pragmatische, eine handfeste KI Richtlinie die verständlich ist.

00:08:50: also welche Systeme darf ich einsetzen, welche nicht, welche Zwecken darf ich mit einem KI System verfolgen, welche Nicht?

00:08:56: wo kann Ich mich hinwenden wenn ich Fragen habe?

00:08:59: also klare Entscheidungs- und Eskalationswege?

00:09:02: Der dritte Schritt ist dann aus unserer Sicht, wenn es so ein Inventar gibt und die ersten groben Leitplanken gibt eben auch einen Freigabeprozess zu haben.

00:09:09: Das kann ein Papierformular, das kann ein Microsoft-Formulat sein, wo Beschäftigten relativ niedrigschwellig sagen können ich bin der David Pfau hier sind meine Kontaktadressen.

00:09:18: Ich würde gerne KI-System in meinem Bereich für folgende Zwecke einsetzen Bitte schaut euch mal an ob ich das darf.

00:09:24: Und dann ist da eben auch wieder wichtig dass dahinter geklärtes Verb prüft werden Ob ein System wie sie gerade richtig Fragen eingesetzt werden nach welchen Kriterien und dann kann das sozusagen in einen kontinuierlichen Zyklus gehen, wenn sich Dinge verändern findet erneut eine Prüfung statt.

00:09:39: Und es KI-Inventar wächst eben mit hinzukommenden Systemen und freigegebenen Newscases.

00:09:46: Auf die innerliche Frage Wann darf ich ein KI-System einsetzen?

00:09:50: Das ist eine komplexere Frage als man denkt.

00:09:52: Ich würde jetzt mal versuchen runterzubrechen Wenn ich auf der Ebene bin und mir einen Anbieter anschaue, also sag darf ich beispielsweise das Tool Chatchibitie von Open AI einsetzen.

00:10:02: Dann kann man aus meiner Sicht ... Bewerterprozesse ist immer mal mit der datenschutzrechtlichen Perspektive beginnen.

00:10:09: Also dass man sich den Dienstleister anschaut, sitzt er in der EU oder sitzt außerhalb der europäischen Union.

00:10:14: gibt es geeignete rechtliche Maßnahmen die ergriffen hat das ich an diesem Dienstleiste auch als europäisches Unternehmen persönlich eine Daten transferieren kann passend die Sicherheitsmaßnahmen also so eine grundsätzliche Datenschutzrechtliche Prüfung auf dieser Anbieter-Ebene empfiehlt sich, dann kann ich da im besten Fall einen Haken hinmachen und sagen okay das Tool ist bei mir im Unternehmen generell einsetzbar.

00:10:37: Und dann wird es komplizierter, dann muss ich wirklich auf die Use Case Ebene gehen und schauen welche Use Cases sind aus einer datenschutzrechtlichen Sicht?

00:10:44: Aus einer Sicht der KI Verordnung Zwecke die ich mit wenig Risiko verfolgen kann?

00:10:50: und wo sind vielleicht Zwecke und Dinge die ich damit tun will, die ich zwar darf aber wo ich vielleicht mehr Begleitmaßnahmen wie eine Risikoabwägung, wie Datenschutzrechtliche Informationspflichten.

00:11:01: Vielleicht wie auch nicht darüber hinausgehende Mitarbeiter Schulungen zu der Grundlagen-Schulung ergreifen

00:11:07: muss.".

00:11:08: Eine spannende Frage ist ja auch wer diese Freigabe im Unternehmen eigentlich erteilt?

00:11:13: Aus dem Datenschutzrecht kennen wir den Datenschuzbeauftragten.

00:11:16: Braucht es jetzt vielleicht einen KI beauftragte?

00:11:19: Auch ne ganz gute Frage.

00:11:21: Zuerst mal die gesetzliche Lage.

00:11:22: Die KI Verordnung fordert keinen KI beauftragten oder AI-Office.

00:11:28: Also es gibt solch eine Rolle gesetzlich nicht verankert, wie beispielsweise den externen Datenschutz beauftragen oder den internen Datenschutzbeauftragte aus dem Datenschutzrecht.

00:11:37: Es empfiehlt sich aber natürlich zu überlegen, wie kann ich in meinem Unternehmen, in meiner Organisation diese KI-Kompetenz auch organisatorisch verankern.

00:11:48: Jetzt ist es immer schwierig da eine pauschale Empfehlung zu geben weil wir reden manchmal von Betrieben mit zwei drei vier Angestellten bis hin zur großen Organisationen.

00:11:57: was aber glaube ich immer richtig ist.

00:11:59: es braucht jemand oder eine Gruppe je nach Unternehmensgröße die sich verantwortlich fühlt diesen KI eins und diese Transformation hinzunehmen, sage ich jetzt mal KI-Kompetentenunternehmen zu begleiten.

00:12:14: Und in der Regel macht es durchaus Sinn da die verschiedenen Perspektiven also die ökonomische, die prozessuale und eben auch die rechtliche zu bündeln.

00:12:22: das kann am Ende nicht immer eine Person sein aber dass eine Person den Hut aufhat und weiß wen muss sich an den Tisch holen wenn's um den KI Einsatz geht ist sehr zu empfehlen.

00:12:32: Jetzt wissen wir also welche KI eingesetzt werden soll.

00:12:36: Nun müssen wir noch klären, wie sie eingesetzt werden soll und darf.

00:12:40: Damit sind wir bei dem Stichwort das wir Eingangs schon mal hatten nämlich der KI-Richtlinie.

00:12:45: Das klingt jetzt zunächst bedrohlich uns nach einem umfangreichen Werk wobei Sie eben schon einmal angedeutet haben es müssen nicht unbedingt zwanzig Seiten sein Wie umfangreich muss es tatsächlich sein was sollte unbedingt drinstehen?

00:12:59: Also aus meiner Sicht Kern der KI-Richtlinie ist eben die klare Botschaft, es dürfen nur freigegebene KI Systeme eingesetzt werden.

00:13:07: und wenn du ein System freigeben möchtest hier ist der Freigabeprozess.

00:13:10: Das ist aus meiner Sicht mit das Wichtigste.

00:13:14: Das zweite Thema ist klar zu benennen, was nach der KI-Verordnung in Europa verboten ist.

00:13:20: Also es gibt gewisse Dinge zum Beispiel die Emotionserkennung von Beschäftigten in nicht sicherheitsrelevanten Bereichen oder Scoring von Beschäftigten um sie dann arbeitsmäßig zu bewerten.

00:13:31: also es gibt Gewisse Dinge die sind nach der AI-Fordnungen in Europa verboten und die müssen eben auch den Beschäftigte mitgeteilt werden dass die nicht gehen.

00:13:39: Dann gibt es eine zweite Stufe in der KI-Verordnung.

00:13:41: Das sind die Hochrisiko-KI-Systeme, das darf man zwar machen – also diese Zwecke darf man mit KI verfolgen aber da sind sehr viele Hürden und Dinge, die man vorab klären muss mit Veranlagt.

00:13:53: Das ist auch nochmal wichtig zumindest die Themenfelder zu nennen wo man relativ schnell in Hochrisikorein rutscht, dass beispielsweise im Personalumfeld oder im Bildungsbereich.

00:14:03: Also Schritt eins Klar benennen nur freigegemene KI-Systeme dürfen eingesetzt werden und den Freigabeprozess eindeutig beschreiben, dass er auch genutzt werden kann.

00:14:12: Und auch wo ich die freigegemenden KI-Tools einblicken kann.

00:14:15: Zweites Thema ganz klar die verbotenen KI Anwendungen und auch die Hochrisiko KI Systeme die Zwecke zu benennen.

00:14:23: Und vielleicht den dritten Punkt, wenn ich KI einsetz und KI Output generier.

00:14:29: Also zum Beispiel Bilder oder Videos erzeugten wir in der letzten Folge darüber gesprochen dass es dort dann eben Kennzeichnungspflichten geben muss.

00:14:38: Das würde ich jetzt mal als ein absolutes Minimum mit vielleicht noch einer Stufe der Eskalationsmöglichkeit.

00:14:43: An wen kann ich mich wenden, wenn die Antwort auf meine Frage nicht in der KI-Richtlinie steht?

00:14:47: Das würde man als ein absolutes Minimums beschreiben und dann kommt es natürlich sehr darauf an ob ich noch weitere datenschutzrechtliche IT Sicherheits bezogene Themen mit in diese KI Richtlinien aufnehme oder ob ich da vielleicht schon gute funktionierende Prozesse und Regelwerke habe, die auch für KI greifen.

00:15:04: das ist dann einfach sehr spezifisch und unterschiedlich.

00:15:10: muss ich eigentlich kontrollieren, ob sich die Mitarbeiter an die Richtlinie halten und kann nicht das überhaupt kontrollieren?

00:15:17: Ja, da sind wir so ein Stück weit im arbeitsrechtlichen Bereich mit einer betrieblichen Übung.

00:15:24: Also es bringt ja nichts wenn ich was anweise.

00:15:26: einmalig und alle Mitarbeiterinnen Lebens anders und nach einem Jahr stelle ich einen Verstoß dar und will arbeitsrechtlich möglicherweise Maßnahmen um mein Unternehmen zu schützen ergreifen.

00:15:36: das ist immer schwierig.

00:15:38: also A muss sich immer wieder auch bei Neu eintreten auf diese Regelung die ich da gegriffen habe hinweisen und dazu Schulen in sinnvollen Abständen.

00:15:48: und es gibt natürlich auch technische Möglichkeiten zu prüfen, welche KI-Systeme eingesetzt werden oder sogar zu verhindern, dass die nicht freigegehenden KI Systeme eingesätzt werden.

00:16:00: Es gibt Tools beispielsweise auf Dnsebene den Netzwerkverkehr analysieren und eben aufzeigen, welche Domains angesteuert werden.

00:16:08: Daran kann ich mir dann ableiten, welche KI-Systeme im Unternehmen eingesetzt werden.

00:16:12: Wir sehen das bei mittelgroßen Mandanten – ich sage es mal bei fünf, sechshundert Beschäftigten – nicht selten dass so dreißigvierzig KI-Tools offiziell freigegeben sind.

00:16:22: aber wenn man sich den Netzwerk Traffic anschaut, hundertfünfzig zweihundert verschiedene Lösungen irgendwie angesteuert werden wo man sich ja schon die Frage stellen muss zuerst in der breite Ohneaufmitarbeiterebene runterzubekommen?

00:16:35: haben alle die KI-Richtlinie gelesen und welche Maßnahmen muss ich denn noch ergreifen, dass sich daran halten etwas besser wird wie von dreißig freigegenden Tools zu hundertfünfzig eingesetzt.

00:16:47: Wenn ich das jetzt alles zusammennehme auch aus unserem ersten Podcast den wir zu diesem Thema gemacht haben Transparenzpflichten, KI Richtlinie, Datenschutz ... an, als ob man sich da umfassend weiterbilden muss, um das alles im Griff zu behalten.

00:17:02: Was empfehlen Sie für einen Betrieb in einer üblichen Branchengröße also etwa zehn Mitarbeiter, um sich für die KI-Nutzung fitzumachen?

00:17:10: Ich kann es einfach mal, wenn ich darf anhand unserer eigenen Strategie und Lösungsangebote tun.

00:17:17: Wir sind der festen Überzeugung dass wirklich alle Beschäftigten im Unternehmen egal ob ich im Bürositz oder Geschäftsführer des Dachdeckerbetriebs bin oder ob ich vielleicht auch nur ab und zu mit Verwaltungsthemen in Kontakt komme weil ich eher der bin der auf dem Dach draußen an der Baustelle aktiv ist das alle eine Grundlagen Schulung machen.

00:17:35: Eine absolute Grundlagenschulung wäre in unserer Logik ein in einem twenty-fünfundzwanzigminütigen E-Learning, wo es am Ende noch Fragen gilt zu beantworten.

00:17:43: Dann kann ich mal nachweisen – ich habe in der Fläche alle Beschäftigten geschult und da ist ein absolut rudimentäres Fundament der KI Kompetenz vorhanden!

00:17:53: Im zweiten Schritt würde ich dann empfehlen neben dem dass die Geschäftsführer sich in einem Sparing möglicherweise klar werden wie wollen wir KI einsetzen?

00:18:00: Und wie eng oder breit wollen wir die Leitplanken setzen?

00:18:03: Das muss ich schon durchaus überlegt.

00:18:05: ein bis im besten Fall auch zwei oder mehrere Personen im Betrieb noch ein Stück weit darüber hinaus zu befähigen, also zum Beispiel nochmal vielleicht in den Länger.

00:18:15: länger ist, zwei dreistündiges Rechtsformat zu schicken in dem dann gemeinsame KI-Richtlinie erarbeitet wird.

00:18:21: Weil da gilt ja auch... Da muss nicht jeder das Neu erfinden sondern da gibt es gute Muster, da gibt's gute Vorgaben, da kann man sich mit anderen Dachdeckerbetrieben austauschen und vielleicht auch gemeinsam diesen Schritt tiefer in die Rechtsmaterie gehen mit einem kleineren Teil des Teams um eine praktikable Richtlinie zu entwerfen, die aber auch genug Spielraum lässt zu atmen und sich auszuprobieren in dem KI Umfeld.

00:18:44: Und das dritte Thema ist dann vielleicht sich nochmal nach dem einen oder anderen Präsenz, auch online Kurs umzugucken der vielleicht ein Tag oder zwei geht wo ich wirklich jemanden noch mal dann offiziell in Richtung so heißen die Kurse in der Regel KI Manager AI Officer KI Beauftragten auszubilden also genau eine Person ob es dann der Geschäftsführer selber ist oder jemand der da eine gewisse Affinität hat und eh schon mit den digitalen Themen Berührung kommen noch so ein Stück weit mehr zu befähigen als die Kolleginnen und Kollegen.

00:19:14: Also so eine gewisse Dreistufigkeit aus... E-Learning für die Breite, vertiefenden Rechtskurs um die KI Richtlinie aufzusetzen.

00:19:22: Vielleicht in Onlineformen für wenige und dann noch so die ein zwei Sperrspitzen, die die anderen Stück weit auch mitziehen sollen im längeren Format zu schicken hilft.

00:19:32: Und aus der Erfahrung zeigt sich ja auch das viele Branchenverbände hier den Mitgliedern Lösungen

00:19:39: anbieten.".

00:19:40: Dazu gehört auch der ZVDH Was der Verband seinen Mitgliedern künftig anbietet, dazu mehr am Ende dieses Podcasts.

00:19:48: Zunächst interessiert mich noch anknüpfend an den Betrieb von dem Sie eben gesprochen haben in dem exorbitant viele KI-Modelle angesprochen wurden.

00:19:57: welche Fehler beobachten sie denn in Ihrer Praxis besonders häufig wenn Unternehmen sich bemühen den KI Einsatz im Unternehmen zu organisieren?

00:20:06: Ja zwei Themen vielleicht also.

00:20:09: Einerseits wird aktuell KI überall als Lösung drauf geworfen.

00:20:13: Also ich habe ein Problem im Unternehmen mit einem Prozess, mit meinem Geschäftsmodell und einem Organisationsthema und ich such sozusagen nicht die Lösung sondern ich suche die Möglichkeit wie KI mein Problem löst.

00:20:26: also das stellen wir schon häufig fest Nicht jedes Problem kann von KI gelöst werden bzw.

00:20:31: ganz vielleicht gelösst werden, es ist aber viel zu oversized und gar nicht sinnvoll so ranzugehen also ein Stück weit KI mehr als ein Werkzeug im Werkzeugkoffer zu begreifen das an vielen Stellen gut einsetzbar ist aber auch nicht immer das ist sicherlich schon mal so ein Thema mit dem man dann auch verhindert viele KI-Projekte im Unternehmen angestoßen sondern die zu keinem Ergebnis.

00:20:55: Und das zweite Thema ist, dass viele Unternehmen auch häufig auf dieser Ebene stehen bleiben.

00:21:00: Wir haben ja jetzt ein KI-System irgendwie freigegeben die Mitarbeiter können es ja jetzt nutzen und damit haben wir ja KI eingeführt alles in alle Wissen Bescheid und wir sind jetzt alle viel effizienter.

00:21:11: Ich trenne das immer gerne in drei Ebenen.

00:21:13: Das eine ist die Mitarbeiter zu befähigen am eigenen Arbeitsplatz KI einzusetzen den eigenen Arbeits Platz mit KI zu optimieren.

00:21:20: das bedeutet ich kann schneller e-mail schreiben lassen.

00:21:24: Ich kann vielleicht in Brainstorming einsteigen, also ich kann meine eigene Arbeit

00:21:28: optimieren.".

00:21:30: Da sind viele Unternehmen schon ganz... gut unterwegs, zumindest was die Bereitstellungs- seite angeht.

00:21:35: Die Schulungseite ist teils teils.

00:21:37: Der zweite Ebenen ist ja wirklich zu überlegen wo kann ich KI in meine bestehenden Geschäftsprozesse so integrieren dass vielleicht die Beschäftigten gar nicht merken das in dem Prozess jetzt KI drin ist weil es unter Motorraum passiert?

00:21:51: Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen wir denken an die Teilautomatisierung von Angeboten die vielleicht früher im Büro irgendwie mühsam zusammengeklickt wurden aus Musterbeispiel und jetzt eben möglich ist, durch den KI-Chat viel schneller Angebote dann bereitstellen zu können im Hintergrund wie es dann der potenzielle Kunde will.

00:22:10: Und die dritte Stufe ist dann also neben dem Arbeitsplatz und wirklich KI tief in den Prozessen zu verankern, die Ebenen sich zu überlegen kann KI mein bestehendes Geschäftsmodell?

00:22:20: Also wirklich meine Wertschöpfung auch weiterentwickeln.

00:22:23: Da kann ich mir zum Beispiel vorstellen im Dachdeckerumfeld, dass gerade mit KI es zukünftig noch viel besser möglich ist auch wenn ich größere Neubauten habe oder wenn's um Solaranlagen auf dem Dach geht nochmal den Kunden viel anschaulicher möglicherweise auch wirklich am Beispiel seines eigenes Hauses noch viel schneller zu zeigen.

00:22:42: wie könnte das denn aussehen ihm vielleicht sogar eine Möglichkeit zu geben selber auf meiner Webseite des Dachdeckerbetriebs mit KI das eigene Haus zu designen und gleich Preiseinschätzungen zu dem Umfang zu bekommen.

00:22:53: Das wäre dann so die nächste Stufe, viele Unternehmen sind noch auf dieser Stufe.

00:22:56: eins wir geben den Mitarbeitern KI an die Hand das der eigene Arbeitsplatz optimiert wird.

00:23:01: und da geht es aus unserer Sicht jetzt drum Stück für Stück Unternehmen auch zu entwickeln KI wirklich in die Organisation zu integrieren und nicht nur jedem einzelnen als eigenes Arbeitswerkzeug bereitzustellen.

00:23:15: Vielen Dank David V auch für diese zweite Runde.

00:23:18: Danke schön

00:23:19: Sehr sehr gerne.

00:23:20: Und jetzt wie versprochen zu Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Chef des Bundesbildungszentrums des Deutschen Dachdeckerhandwerks.

00:23:29: Herr Fuhrman, der Zentralverband unterstützt die Landesverbände und die Innungsbetriebe mit einem maßgeschneiderten KI-Weiterbildungsangebot.

00:23:37: Wie sieht das konkret aus?

00:23:38: Was bietet der ZVDH seinen Mitgliedsbetrieben?

00:23:41: Wir gehen erst in zwei Stufen an.

00:23:43: Erstens unterstützen wir die Landesherbinde einem KI-Register als Vorlage und Schulungen für die Geschäftsstellen.

00:23:51: Und so kann jeder Landesverband seine Betriebe eben auch selbst beraten.

00:23:55: Und zweitens gibt es ein gestuftes Angebot für die Betrieber, und es folgt dem was die KI Verordnung tatsächlich verlangt also Grundkenntnisse für alle mehr für die, die taglich damit arbeiten am meisten für die diesen Betrieb verantworten.

00:24:09: Für alle Beschäftigten ein kurzes eLearning mit Test, Grundlagen, Datenschutz.

00:24:13: Was darf ich eingeben?

00:24:16: Damit dokumentiert der Betrieb seine Maßnahmen nach Artikel vier, der KI-Verordnung und für Büro-, Bauleitung und für gewerbliche Mitarbeitende das Zertifikat KI Anwender im Dachdeckerhandwerk.

00:24:27: Also Onlinemodule zum Selbstlernen plus Praxistag vor Ort abgeschlossen mit einer entsprechenden Onlineprüfung.

00:24:34: und den Praxistaak können die Berufsbildungswerke oder Landesverbände natürlich auch selbst durchführen mit unseren Unterlagen und einem gemeinsamen Prüfungsstandard.

00:24:43: Wir entwickeln Zentral und die Durchführung bleibt in der Fläche, jedes Berufsbildungswerk kann sich daran beteiligen.

00:24:49: Und für ihn haben Führungskräfte dann schlussendlich der KI-Manager im Dachdeckerhandwerk nach dem Vorbild des PV-Managers einen Präsenzkurs und zwischen den Blöcken wird im eigenen Betrieb entsprechend umgesetzt und jeder geht mit konkreten durchgerechneten KI-Projekten für den eigenen Betrieb nach Hause.

00:25:07: und die Dozenten sind eben auch Dachdekkerunternehmer, die KI heute schon einsetzen.

00:25:12: Ab wann können die Angebote gebucht werden und bei wem?

00:25:28: des jeweiligen eigenen Landesverbandes.

00:25:44: Gibt es Sonderkonditionen für Inungsbetriebe?

00:25:47: Das Angebot ist für Inus betriebe gemacht und läuft über die Organisation, und die Kondition legen wir gerade gemeinsam mit den Landesverbänden und ihren Berufsbildungswerken fest.

00:25:56: Und ja, Inungsmitgliedschaft zahlt sich aus auch hier!

00:26:02: Wir freuen uns auch immer über Ihr Feedback.

00:26:13: Schreiben Sie gerne an podcastatdachbäcker.de.

00:26:16: Redaktion.

00:26:17: Claudia Bütner, ich bin Wolfgang Schmitz, Ihnen eine gute Zeit!